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Tennis: TC 08 hat sein Schicksal in der eigenen Hand

Tennis : TC 08 hat sein Schicksal in der eigenen Hand

Am letzten Bundesliga-Spieltag würde sogar eine knappe Niederlage im morgigen Heimspiel gegen den TK BW Aachen zum Klassenerhalt genügen. Erstmals in diesem Sommer steht Justine de Sutter im Team.

Daumen drücken für den TC Amberg am Schanzl! Die guten Wünsche für den Neuling in der Tennis-Bundesliga der Damen kommen freilich nicht von ungefähr, sondern sind eng mit dem Schicksal des TC Moers 08 verbunden. Der Aufsteiger aus dem Süden hat gestern seine letzte Chance auf den Klassenerhalt gewahrt, sich mit einem 6:3-Erfolg im Kellerduell gegen den TK Aachen behauptet und erstmals in diesem Sommer einen Platz in der Tabelle erreicht, der mit dem Ticket für die Spielzeit des Jahres 2015 verbunden wäre. Nur, und da kommt der Bundesligist aus Moers wieder ins Spiel: Den TC 08 kann das Amberger Team, weil es am morgigen letzten Spieltag des Jahres nicht mehr im Einsatz ist, nicht mehr hinter sich lassen.

Die Konstellation würde dem Moerser Bundesligisten natürlich sehr gut passen. Der vierte Rang des Vorjahres wäre erneut erreicht, damit war vor dem Start der Bundesligaspielzeit im Mai nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Aber, ein mögliche Spielverderber reist morgen mit den Aachener Blau-Weißen noch an, ein anderer sitzt mit dem TEC Waldau im Süden der Republik und will noch aus dem Keller heraus.

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Für beide wird es nicht einfach werden. Im Duell gegen Aachen darf sich der TC 08 sogar eine knappe Niederlage leisten und hätte es sich mit dem Verbleib in der Liga immer noch nicht verscherzt. Erst wenn Aachen sechs der neun auszutragenden Spiele zu seinen Gunsten entscheidet, dürften die Hände der Moerser Verantwortlichen schwitzig werden. Beide Teams ständen dann mit je vier Tabellenpunkten und 21 erzielten Matchpunkten pari - das Satzverhältnis müsste erstmals in der Bundesligageschichte über die Rangfolge und eventuell über den Abstieg entscheiden.

Aber, bange machen gilt nun mal nicht. Der TC 08 hat sein Schicksal selbst in der Hand und kann mit einem Erfolg über den Gast aus Aachen die letzten Zweifel am Klassenerhalt aus eigener Kraft aus dem Weg räumen. Patricia Mayr-Achleitner, Michaela Honcova, Imke Küsgen und Stanislava Hrozenska, bislang in allen Spielen zum Einsatz gelangt, bilden einmal mehr das Gerüst der Mannschaft. "Damit sollten wir wieder auf den oberen Positionen gut besetzt sein", lenkt 08-Manager Stefan Hofmann insbesondere seine Erwartungen auf Mayr-Achleitner und Honcova. Die Österreicherin an der Spitze soll sich gegen die Ukrainerin Veronika Kapshay behaupten, die in Amberg als einzige Spielerin die Aachener Fahne in den Einzeln hochhielt und einen Sieg verbuchte. Lösbar sollte die Aufgabe für die Moerserin allerdings sein. Reisen die Gäste in der Aufstellung des gestrigen Tages an, wird sich Michaela Honcova gegen Klaartje Liebens vorbereiten, die eine von vier belgischen Spielerinnen im Aachener Team war. Na, das kann ja fast ein Familientreffen des belgischen Nachwuchses werden: In Elke Lemmens und erstmals Justine de Sutter wird auch 08 mit zwei jungen Talenten aus dem Nachbarland ans Netz gehen.

(dk)