Lokalsport: SVS wahrt seine Aufstiegschancen

Lokalsport : SVS wahrt seine Aufstiegschancen

Fußball-Landesliga: In einer ruppigen Partie gewinnt Scherpenberg mit 4:2.

Seine Aufstiegschancen gewahrt hat der SV Scherpenberg, der sich ein 4:2 (1:1) beim ESC Rellinghausen erkämpfte und damit Tabellendritter mit zwei Punkten Rückstand auf den FSV Duisburg bleibt. Auch ein zwischenzeitlicher Rückstand konnte die Scherpenberger in Essen nicht aufhalten.

Von Beginn an war die Partie umkämpft. "In der Anfangsphase haben sich beide Mannschaften neutralisiert", berichtete SVS-Trainer Sezgin Demirci. Quasi aus dem Nichts ergab sich somit die Chance zur Führung, nachdem Ercan Sendag im Strafraum regelwidrig am Abschluss gehindert worden war. Maximilian Stellmach behielt die Nerven und verwandelte den Strafstoß zum 0:1 (16.).

Danach wurde das Spiel ruppig mit einigen harten Aktionen beider Teams. "Dadurch haben wir die Kontrolle verloren und unsere gute Situation aus der Hand gegeben", schadete das aus Demircis Sicht vor allem seiner Mannschaft. Nicht unverdient glich dann Martin Schüring per Distanzschuss aus (40.).

Schüring war es auch, der das Spiel sieben Minuten nach dem Seitenwechsel endgültig drehte. Im Zweikampf von Scherpenbergs Naldo Franke gegen ESC-Stürmer Sebastian Hoffmann sah der Schiedsrichter ein Foul und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Schüring verwandelte sicher. Franke war dagegen der Pechvogel. Erst in der Pause eingewechselt, verursachte er den Strafstoß und musste nach 70 Minuten zudem verletzt raus.

Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits wieder Unentschieden. "Die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt und nach dem Rückstand eine Top-Leistung abgeliefert", lobte Demirci. Belohnt wurde sein Team zunächst mit dem Ausgleich, als Rellinghausens Simon Neuse eine scharfe Flanke von Emre Terzi ins eigene Tor abfälschte (61.). Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Stellmach den SVS dann auf die Siegerstraße, als er nach schönem Zusammenspiel mit El Houcine Bougjdi frei vor Torwart Maurice Riehle zum 2:3 einschoss. Ähnlich schön herauskombiniert war das vierte Tor, das letztlich Astrit Krasniqi abgeklärt aus halbrechter Position erzielte (88.).

Scherpenberg bleibt dem FSV Duisburg also auf den Fersen. "Wir müssen unsere Spiele durchziehen", so Demirci und fügt an: "Am Ende wird abgerechnet. Wir werden alles dafür tun, dass es noch reicht."

SVS: Weigl, Terzi, Yavuz, Schmidt, Frömmgen, Borstelmann, Sendag (46. Franke, 69. Zalholy), Y. Bougjdi (65. Krasniqi), E. Bougjdi, Stellmach, Sogolj.

(RP)