SV Straelen erteilt Fichte Lintfort eine Lehrstunde

Fußball-Testspiel endet im Debakel : 0:9 – SV Straelen erteilt Fichte Lintfort eine Lehrstunde

Der Fußball-Landesligist verliert die Testpartie gegen den Oberligisten nur mit Glück nicht zweistellig.

Inka Grings hatte noch nicht genug gesehen. „Schneller spielen, weniger Kontakte“, spornte die Trainerin des SV Straelen ihre Schützlinge in der Schlussphase des Tests bei Fichte Lintfort lautstark an. Dann hatte Fabian Spitzer ein Einsehen mit dem Fußball-Landesligisten; der Referee pfiff knapp zwei Minuten zu früh ab. Sonst wäre das Ergebnis möglicherweise noch zweistellig ausgefallen.

Eine richtige Packung war’s in jedem Fall, die das Team von Sven Schützek mit dem 0:9 (0:4) gegen den Oberligisten kassierte: „Wir haben heute eine Lehrstunde bekommen. Straelen hat uns alle Fehler gnadenlos aufgezeigt.“

Vor Wochenfrist hatten die Lintforter das Spiel gegen Regionalliga-Aufsteiger VfB Homberg mit 1:6 verloren. Der Regionalliga-Absteiger aus dem Gelderland, der unbedingt wieder hoch will, brachte noch mehr Geschwindigkeit und Spielfreude mit an die Franzstraße. Dass die Schlappe so hoch ausfiel, mussten sich die Gastgeber aber selbst ankreiden. Immer wieder lud Lintfort den SVS mit individuellen Fehlern ein. Auch der Ex-Straelener Alexander Lenders patzte in der Innenverteidigung mehrfach. „Sechs von neun Toren legen wir auf“, schimpfte Schützek, hatte für die Schnitzer aber auch eine Erklärung parat: „Die Jungs sind platt und gehen auf dem Zahnfleisch. Da spielt dann auch der Kopf nicht mehr richtig mit.“

Während der Übungsleiter, der kurzfristig noch auf den erkrankten Simon Poschmann verzichten musste, in Hälfte zwei mit Samet Peker und Enes Kocoglu nur noch zwei Akteure aus der B-Liga-Reserve reinwerfen konnte, brachte Grings einige frische Kräfte mit geballter Regionalliga-Erfahrung.

Nachdem in Hälfte eins Ryo Terada (5./33./44.) und Meguru Odagaki (18.) getroffen hatten, legten Aram Abdelkarim (50./54.), Shun Terada (64./72.) und Kevin Weggen (67.) nach. Nach dem 0:5 vergab Cedric Roitzheim nach einem Konter die einzige wirklich nennenswerte Lintforter Chance auf den Ehrentreffer. Schützek hofft, beim eigenen Vorbereitungsturnier am Samstag (ab 14 Uhr) mehr personelle Alternativen zur Verfügung zu haben.

(tik)
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