Lokalsport: SV Schwafheim in der Krise - jetzt kommt der Tabellenführer

Lokalsport : SV Schwafheim in der Krise - jetzt kommt der Tabellenführer

18 Gegentore haben die Süd-Moerser in den vergangenen 270 Spielminuten kassiert. Und jetzt kommt der Ligaprimus. Der will den Aufstieg perfekt machen. Schwafheim braucht dagegen jeden Punkt.

Ob es das Glück des Tüchtigen ist, oder einfach nur Dusel. Jedenfalls haben die Landesliga-Fußballer vom SV Schwafheim (15. Platz, 36:76 Tore, 30 Punkte) in den vergangenen drei Spieltagen satte 18 Gegentore kassiert - und kein einziges gemacht. Sie stehen aber immer noch nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. Doch jetzt kommt Sonntag, 15.30 Uhr, am 31. Spieltag ausgerechnet der souveräne Tabellenführer SV Straelen (1., 82:32, 70) an die Altdorferstraße. "Ausgerechnet" deshalb, weil die Straelener zwar Favorit auf den Oberliga-Aufstieg sind, rechnerisch aber noch straucheln könnten. Denn der VfB Speldorf sitzt Straelen mit vier Punkten Rückstand, der VfL Rhede auf dem Relegationsplatz mit acht Zählern zurück im Nacken. Bei derzeit noch drei ausstehenden Spielen benötigt der Gast einen Punkt zum Aufstieg.

Bleibt in diesem Moment einzig und allein die Frage, ob das Team um Straelens Trainer Stephan Houben den Aufstieg lieber am Wochenende drauf auf dem heimischen Rasen, oder durchaus auf Schwafheimer Asche feiern möchte. Sollte Straelen lieber Zuhause feiern wollen, würde das allerdings Sascha Weyen und den VfL Repelen nicht erfreuen. Das sind am 21. Mai nämlich die Gäste beim designierten Aufsteiger. Doch soweit ist es noch nicht. Zuerst müssen die Straelnener in Schwafheim ran.

Eigentlich ist es das typische Bild mit der "Maus vor der Schlange". Einem großen Teil der Spieler der Gastgeber muss entweder Charakterstärke und Ligatauglichkeit abgesprochen werden. Wie sonst sind solche Einbrüche zu erklären: 0:4 gegen Klosterhardt, 0:8 in Speldorf, 0:6 in Sterkrade-Nord. Die beiden Straelener Angreifer Randy Grens und Thorsten Lippold haben mit 42 Treffern gemeinsam sechs Tore mehr geschossen als die gesamte Schwafheimer Mannschaft um das Trainer-Duo Ralf Gemmer und Thorsten Schikofsky. Und hinter den Süd-Moersern lauert die DJK Arminia Klosterhardt mit einem Punkt Rückstand und hat am Wochenende die Sportfreunde Niederwenigern zu Gast.

Ralf Gemmer hat natürlich auch mitbekommen, dass die Straelener einen Fan-Bus für das Spiel in Schwafheim einsetzen. "Die wollen bei uns den Aufstieg feiern", sagt der Trainer. Er bleibt dennoch optimistisch, hofft, "dass wir nicht wieder bei einem Rückstand einbrechen" - wie es zuletzt der Fall war. Gemmer rechnet sich zwar nur geringe Chancen aus, doch die will er dann auch nutzen. Allerdings fehlt er am Sonntag aus beruflichen Gründen. So liegen Verantwortung und Last auf Schikofskys Schultern.

(RP)