Lokalsport: SV Scherpenberg will ins Achtelfinale

Lokalsport : SV Scherpenberg will ins Achtelfinale

Der Landesligist trifft morgen im Niederrheinpokal auf den Oberligisten SSVg. Velbert

"Wir haben keine Angst vor dem Gegner, aber Respekt" - mit dieser Einstellung gehen Trainer Kay Bartkowiak und sein Team vom SV Scherpenberg morgen in ihr Heimspiel in der zweiten Runde des Niederrheinpokals. Der Landesliga-Neuling trifft ab 15 Uhr im "Wäldchen" auf den ehemaligen Regionalligisten SSVg. Velbert, der aktuell den fünften Rang in der Oberliga belegt.

Es liegen also keine sportlichen Welten mehr zwischen den beiden Kontrahenten, sondern nur eine Spielklasse. Trotzdem werden sich die Gäste wohl auf ungewohnte Bedingungen einstellen müssen, was nicht nur am Scherpenberger Ascheplatz liegen dürfte. So erkundigte sich Velberts derzeit verletzter Akteur Moses Lamidi, der über reichlich Profi-Erfahrung verfügt, bei Scherpenbergs El Houcine Bougjdi nach dem Weg zum "Stadion". Sein ehemaliger Uerdinger Teamkollege antwortete laut Kay Bartkowiak mit einem Schmunzeln: "Das kannst Du nicht verfehlen. Von der A40 aus siehst Du schon die Flutlichtmasten..."

Dass die Gegebenheiten vor Ort nicht unbedingt die Motivation beim Gast erhöhen werden, ist eine Hoffnung von Kay Bartkowiak. Zudem sieht er durchaus Chancen für sein Team, in diesem Vergleich gut auszusehen. "Schließlich haben wir schon in der Vorbereitung bei den Tests gegen die Oberligisten Baumberg und Düsseldorfer SC 99 gut mitgehalten. Und natürlich wollen wir im Pokal noch weiterkommen."

Die Scherpenberger Zuschauer werden sich allerdings morgen, wenn es um den Einzug ins Achtelfinale geht, auf eine veränderte Spielweise ihrer Mannschaft einstellen müssen. Ganz so offensiv wie in der Landesliga wollen es die Hausherren gegen Velbert nämlich nicht angehen. "Wir werden abwartend agieren und den Gegner zunächst kommen lassen", erklärt Bartkowiak. "Dann setzen wir auf unsere schnellen Außenspieler, mit denen wir unsere Konter fahren wollen." Namen nennt er für diese Pläne im Vorfeld nicht, betont aber, mit 18 Mann im Training die "Qual der Wahl" gehabt zu haben.

Verzichten müssen die Scherpenberger auf den gesperrten Ozan Sengül sowie Urlauber Sebastian Schulz und Fatih Alaz, der aus beruflichen Gründen verhindert ist. Dafür könnte erstmals Angreifer Ercan Aydogmus in den Kader rutschen und als Alternative auf der Bank sitzen. "Er hält sich mit täglichem Einzeltraining fit und absolviert bei uns läuferische Einheiten". berichtet der SVS-Coach. "Ercan ist heiß auf seinen ersten Einsatz. Mal sehen, was passiert, aber das letzte Wort hat sein Arzt."

(RP)