Lokalsport: SV Scherpenberg will Führung ausbauen

Lokalsport : SV Scherpenberg will Führung ausbauen

Wundertüte Schwafheim muss zum Tabellennachbar Lackhausen - Repelen beklagt vor dem Spiel in Klosterhardt vier Ausfälle.

Die Tabellenspitze der Fußball-Landesliga möchte der SV Scherpenberg (1. Platz, 31:12 Tore, 33 Punkte) am Sonntag, 14.30 Uhr, im Heimspiel gegen den ESC Rellinghausen (6., 34:19, 25) erneut verteidigen. Bei den SF Hamborn 07 hatte das Team von SVS-Trainer Kay Bartkowiak am vergangenen Sonntag mit 5:0 gewonnen, in allen Belangen überzeugt. "Gegen Hamborn haben wir ein grandioses Spiel gemacht", lobt der Trainer. Ganze neun Tore schoss der Aufsteiger in den beiden Partien zuletzt. Hinten steht seit drei Spielen die Null. Entsprechend groß ist das Selbstvertrauen beim Ligaprimus. "Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen", sagt Bartkowiak mit Blick auf die Aufgabe gegen Rellinghausen und formuliert das klare Ziel: "Wir wollen unser Heimspiel gewinnen und weiter Tabellenführer bleiben."

Yassin Ait Dada kehrt zurück. Verein. Foto: Volker Herold

Der Fokus liegt dabei voll und ganz auf dem eigenen Spiel. "Rellinghausen ist ein gänzlich unbekannter Gegner für uns", gibt der SVS-Trainer unverhohlen zu. Stärken und Schwächen der Gäste aus Essen spielen in der Spielvorbereitung der Scherpenberger keine große Rolle. Unterschätzen möchte Bartkowiak den ESC jedoch nicht: "Was wir wissen ist, dass sie auf dem sechsten Platz stehen. Dann können sie so schlecht nicht sein." Personell kann Bartkowiak aus dem Vollen schöpfen. Der gesamte Kader ist mittlerweile ohne Einschränkung im Training.

Auch Ali Yavuz steht nach überstandener Verletzung wieder auf dem Platz, muss sich allerdings noch in die Mannschaft zurückarbeiten, wie Bartkowiak ankündigt: "Im Kader wird er noch nicht sein." Durch die gute personelle Situation hat Bartkowiak die freie Auswahl aus seinem hochkarätig besetzten Kader. "Da haben wir wirklich die Qual der Wahl", findet auch er. Noch steht die Startelf für Rellinghausen daher nicht: "Normalerweise hätten die Spieler, die gegen Hamborn gespielt haben, es verdient, wieder zu aufzulaufen. Aber wir wissen es noch nicht, wie genau wir spielen werden." Schwafheim gegen Lackhausen

Es dürfte schwer sein, weniger Konstanz auf den Platz zu bringen, als die Landesliga-Fußballer vom SV Schwafheim (14. Platz, 14:43 Tore, 15 Punkte). Allein in den vergangenen fünf Meisterschaftspartien präsentierte sich die Mannschaft um Trainer Ralf Gemmer als Wundertüte - mit Heimvorteil: 3:2-Sieg gegen Hönnepel-Niedermörmter, 1:11 beim SV Burgaltendorf, 1:0 gegen den FC Kray, 0:4 beim SV Scherpenberg und 2:1 gegen den in Schieflage geratenen SV Sonsbeck.

Macht neun Punkte aus fünf Partien. Damit liegen die Süd-Moerser eigentlich im Soll, haben sich sogar etwas freigeschwommen vom Tabellenende. Allerdings ist Schwafheim mit 43 Gegentoren mit dem Tabellenletzten Buchholz die Schießbude der Liga. Nun muss der SVS am Sonntag, 14.30 Uhr, beim unmittelbaren Tabellennachbarn PSV Wesel-Lackhausen (15., 20:27, 13) ran. Eine Mannschaft, die nach dem 1:0-Erfolg zum Saisonauftakt gegen die Sportfreunde Niederwenigern bis zum zehnten Spieltag das Tabellenende zierte.

Es war kein weiterer Sieg dazugekommen. Doch seit vier Spielen ist der PSV ungeschlagen. Nach dem 2:2 auf heimischem Platz gegen Kleve waren die Rheder über ihre 1:3-Heimniederlage bestimmt am meisten überrascht. Nach dem 7:0 in Wesel gegen das neue Schlusslicht Buchholz folgte ein 1:1 beim VfL Repelen. Auch der PSV hat sich mächtig freigeschwommen. Meist in fremden Gewässern - Pardon - auf fremden Plätzen. Beinahe heimlich, still und leise hat sich die Mannschaft um den langjährigen PSV-Spieler und -Trainer Björn Assfelder aus den Niederrungen der Liga empor gekämpft. Was für jeden Gegner Warnung genug sein sollte.

"Es wäre kein Beinbruch, wenn wir gegen Wesel-Lackhausen nichts holen", zeigt sich Ralf Gemmer bescheiden, obgleich er gerne die Punkte einsammeln würde. "Nach Burgaltendorf haben wir uns deutlich besser präsentiert." Allerdings schiebt Gemmer nach, dass Schwafheim gegen den PSV auch noch etwas gut zu machen hat. "Da haben wir in der vergangenen Saison mit 1:4 verloren", erinnert er sich. "Wir stehen nicht unter Druck, würden aber auch gerne unser Polster auf die Abstiegsränge behalten", hofft der Schwafheimer Trainer schließlich darauf, dass sein Team befreit aufspielen wird.

Repelen muss punkten

Am Niederrhein. Drei Spieltage sind noch zu absolvieren bis zum Hinrunden-Ende in der Fußball-Landesliga, Gruppe 2. Neun Punkte gibt es also für jedes Team noch zu holen, bis eine Bilanz zur Saisonhalbzeit gezogen werden kann. Möglichst viele dieser Zähler will bis dahin auch noch der VfL Repelen (16. Platz, 11 Punkte, 10:25 Tore) einsammeln, um den Abstiegs-Relegationsplatz zu verlassen und weiter nach oben zu klettern. Das ist auch dringend nötig, denn der PSV Wesel hat aktuell auf Rang 15 schon zwei Punkte mehr als der VfL, und die nächsten Konkurrenten sind sogar schon um vier Zähler entfernt.

Morgen um 15.15 Uhr sind die Repelener zu Gast bei der DJK Arminia Klosterhardt (9., 20, 20:19). Mit zwei Siegen in Folge gegen Rhede (3:0) und in Buchholz (3:2) haben sich die Oberhausener zuletzt in den einstelligen Tabellenbereich vorgeschoben und taugen damit zum Vorbild für die Mannschaft von VfL-Trainer Sascha Weyen, der nach überstandener Erkrankung morgen an die Seitenlinie zurückkehren wird. Dass sein Team ebenfalls zu einem Aufwärtstrend in der Lage ist, steht für ihn außer Frage: "Was wir abliefern, ist nicht schlecht. Zuletzt hätten wir bei den beiden Unentschieden auch gewinnen können. Aufgegeben haben wir uns jedenfalls keinesfalls." Stattdessen sei es nur eine Frage der Zeit, wann der Knoten platze: "Wir werden auch wieder das nötige Glück haben, um Spiele zu gewinnen."

Trotzdem sei man aufgrund der Tabellensituation gewarnt: "Wir wissen schon, dass wir jetzt aufpassen müssen, weil unsere Konkurrenten auch immer wieder punkten." Für Panikmache ist laut Weyen aber kein Raum: "Wir kennen die Situation aus den Vorjahren und wissen damit umzugehen. Es ist viel zu früh, um irgendeine Mannschaft schon abzuschreiben, das haben die Vorjahre immer wieder gezeigt."

Auch in Oberhausen wollen die Repelener auf die "Flucht nach vorne" setzen. "Wir stehen in der Abwehr nicht ganz so stabil, wie wir das gerne hätten", gibt Sascha Weyen zu. "Deswegen ist es aus meiner Sicht das richtige Mittel, den Gegner schon in dessen Hälfte des Spielfeldes zu beschäftigen. Und genau so wollen wir das Spiel in Klosterhardt auch angehen."

Beim Gedanken an seine Startformation bekommt Sascha Weyen vor allem wegen seiner "Doppel-Sechs" Sorgenfalten auf der Stirn. Mit Besnik Saljiji, Lewis Brempong, Oguzhan Alemdar und Can Gülkan, bei dem nach wochenlanger Pause nun festgestellt worden ist, dass sein Fuß doch angebrochen ist, stehen gleich vier Kandidaten für diese Schlüsselposition nicht zur Verfügung. "Da müssen wir kreativ werden", kündigt der Coach an. Immerhin kann er wieder mit Yassin Ait Dada und Kurt Etuk planen.

(RP)