SV Scherpenberg verhandelt mit Gemmer

Fußball-Landesliga : SV Scherpenberg verhandelt mit Gemmer

Der Ex-Coach des SV Schwafheim gilt als aussichtsreicher Kandidat auf den Trainerposten. Am Wochenende will sich der Verein äußern. Am Samstag geht’s nach Bedburg-Hau.

Mit einem echten Tiefschlag endete vor einer Woche die Hinrunde für Fußball-Landesligist SV Scherpenberg (13. Platz, 20 Punkte, 22:31 Tore): Das 0:5 in Amern war nicht nur das siebte sieglose Spiel in Folge, sondern das Ergebnis bedeutete auch die bislang höchste Niederlage der Saison für das Moerser Team.

Die nächste Chance, es besser zu machen, hat der SVS schon am Samstagnachmittag, wenn um 16 Uhr die Begegnung bei der SGE Bedburg-Hau (6., 27, 28:21) beginnt. Nach Informationen der Sportredaktion steht die Trainersuche im „Wäldchen“ dabei kurz vor dem Abschluss.

Ralf Gemmer, der bis März beim Bezirksligisten TuS Mündelheim in der Verantwortung stand und 2018 mit dem SV Schwafheim aus der Landesliga abgestiegen ist, gilt aktuell als aussichtsreichster Kandidat auf den Posten des Scherpenberger Übungsleiters. Am Wochenende will sich der Verein äußern. Die Gastgeber aus Bedburg-Hau sind bislang der stärkste von drei Aufsteigern in der Gruppe 2 und auf ihrem heimischen Kunstrasen nach acht Begegnungen noch ungeschlagen. In den vergangenen sieben Spielen hat die SGE nur beim 0:2 gegen Tabellenführer Sterkrade verloren. „Da trifft also eine Mannschaft mit einem guten Lauf auf ein Team, das einen miserablen Lauf hat“, umschreibt Deniz Günes, der aktuelle noch das Sagen bei den Moersern hat, die Voraussetzungen. Schließlich profitiert der SVS weiterhin von seinem Top-Saisonstart mit fünf Siegen in Folge. Seitdem kamen aus zwölf Begegnungen aber nur noch fünf magere Zähler dazu.

Zuletzt enttäuschte die Scherpernberger Mannschaft beim 0:5 in Amern in allen Bereichen, wie Günes zugibt: „Es ist ja bekannt, dass es innerhalb des Teams nicht stimmt. Das war in diesem Spiel noch einmal deutlich zu erkennen“, hadert er mit dem Scherpenberger Auftreten. Im Lauf der Woche hat sich das Trainerteam mit Kapitän Dennis Terwiel zusammengesetzt, um die Situation zu analysieren. „Es ging darum, Ansatzpunkte für Verbesserungen zu finden. Am Samstag werden wir sehen, inwieweit das fruchtet“, erklärt der Coach. Denn unabhängig vom Ergebnis fordert er ein Zeichen: „Wir müssen eine Reaktion auf das Amern-Spiel zeigen und uns in allen Bereichen verbessern. Das Auftreten der Mannschaft muss besser werden.“

Dass er gerne etwas Zählbares mit auf den Heimweg nehmen möchte, betont Deniz Günes ebenfalls: „Es wäre schön, noch das eine oder andere Pünktchen vor Weihnachten zu sammeln. Aktuell liegen wir sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, aber die können schnell aufgebraucht sein.“

Beim Blick auf den Kader ist der SVS-Trainer froh darüber, dass Emre Terzi seine Rot-Sperre abgesessen hat: „Er wird auf jeden Fall wieder spielen“, hat er dem Außenverteidiger einen Platz in der Startelf in Aussicht gestellt. Verzichten müssen die Scherpenberger auf den Gelb-gesperrten Paul Ihnacho und ihren Torjäger Emre Camdali, der wegen eines anderen Termins fehlt. Im Hinspiel hatte Camdali beim 2:0-Erfolg den ersten Saisontreffer für sein Team erzielt, bevor Gabriel Derikx zum Endstand traf.