Lokalsport: SV Scherpenberg hofft noch immer

Lokalsport : SV Scherpenberg hofft noch immer

Eine eventuelle Uerdinger Lizenzverweigerung hat keine negativen Auswirkungen für das Moerser Team. Realistisch gesehen kann der SVS nur noch auf den dritten Platz hoffen.

Eine letzte kleine Chance auf den Aufstieg hat noch der SV Scherpenberg (4. Platz, 62 Punkte). Der Fußball-Landesligist ist am letzten Spieltag am Sonntag um 15 Uhr bei der SpVgg. Sterkrade-Nord (6., 55) zu Gast. Realistisch gesehen kann der SVS nur noch auf den dritten Platz hoffen. Dieser reicht entgegen anderslautender Annahmen und unabhängig von der Lizenzvergabe für die Dritte Liga an den KFC Uerdingen zur Teilnahme an der Relegation.

Dass die Tabellendritten der beiden Landesligen einen fünften Oberliga-Aufsteiger ausspielen, war vom Aufstieg des KFC Uerdingen in die Dritte Liga abhängig. Denn nur in diesem Fall würde ein weiterer Platz in der Regionalliga frei werden und Fortuna Düsseldorf II als 15. nicht absteigen. In der Folge wäre auch ein weiterer Oberligastartplatz zu vergeben.

Umso erfreuter waren neben den Düsseldorfern daher die Landesligisten über die erfolgreiche Relegation der Krefelder. Doch am Mittwoch wurde bekannt, dass die Drittliga-Lizenz des KFC aufgrund eines Formfehlers akut gefährdet ist. Eine Entscheidung wird voraussichtlich erst am kommenden Montag fallen. Während Düsseldorf II nun also doch wieder um den Klassenerhalt bangen muss, können die Landesligisten aufatmen. Denn in den Regularien des Auf- und Abstiegsplans des Fußballverbandes Niederrhein steht: Sollte ein Aufstieg durch eine Lizenzverweigerung in den höheren Klassen verhindert werden, darf dies keine negativen Konsequenzen bis in die unteren Ligen haben. Sollte Uerdingen die Lizenz verweigert werden und Düsseldorf damit absteigen, würde die Oberliga in der kommenden Saison mit 19 Mannschaften an den Start gehen.

Noch darf Scherpenberg also hoffen, wenngleich die sportlichen Chancen ohnehin gering sind. Der Rückstand auf Niederwenigern auf Rang zwei beträgt drei Punkte und vier Tore. Nur bei einem SVS-Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage Niederwenigerns, beides mit jeweils mindestens zwei Toren, würde der SV Scherpenberg auf Platz drei Klettern. Der zweite, direkte Aufstiegsplatz ist bei drei Zählern und sieben Toren Rückstand wohl unerreichbar.

"Die Chance ist da - und wenn es noch reicht, wäre das top", so Trainer Sezgin Demirci, der aber auch realistisch sagt: "Diese Geschichte steht bei uns nicht mehr so im Vordergrund. Wir haben uns unsere gute Ausgangsposition in den letzten beiden Heimspielen kaputt gemacht." Im Vordergrund steht für Demirci daher "ein vernünftiger Abschluss". "Mit einem einstelligen Tabellenplatz haben wir das Soll für den SVS voll erfüllt."

Fatih Alaz, Ozan Sengül, Naldo Franke (verletzt), Yasin Duman und Selim Hamdi (gesperrt) werden fehlen. "Sterkrade-Nord ist ein schwieriger Gegner", warnt Demirci. Doch mit einem Sieg würde sein Team zumindest noch eine kleine Chance auf die Oberliga wahren.

(rk)
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