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SV Neukirchen verliert gegen LTV Wuppertal mit 20:28

Handball : In der Schlussviertelstunde brechen alle Dämme

Handball-Oberliga: Der SV Neukirchen hält gegen Wuppertal lange gut mit, verliert am Ende aber doch deutlich mit 20:28.

Die erhoffte Überraschung blieb aus: Die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen mussten am Samstag nach dem jüngsten Coup beim TV Angermund wieder den bitteren Liga-Alltag schmecken. Die Wetteborn-Mannen zogen vor heimischer Kulisse gegen den ambitionierten LTV Wuppertal mit 20:28 (11:12) den Kürzeren.

Die Hausherren zeigten von Beginn an großes Engagement, wollten dem Favoriten aus der Klingenstadt das Parkett nicht kampflos überlassen. Dabei spielte sich wieder einmal die Deckung in den Vordergrund. Die defensive Formation stellte sich dem Gegner mit einer überdurchschnittlichen Kompaktheit entgegen. In den Zweikämpfen wurde beherzt zugepackt, zudem stellte der SVN mit seinen läuferischen Fähigkeiten die Räume geschickt zu. Das Kräftemessen mit den Gästen verlief deshalb absolut auf Augenhöhe.

Die Blau-Gelben waren auch in der Offensive für alle Eventualitäten gewappnet. Gemeint war beispielsweise eine Manndeckung gegen Philipp Peich. Und genau diese Strategie setzte Wuppertal ab der elften Minute in die Tat um. Der SVN-Haupttorschütze wurde fortan an die „kurze Leine“ gelegt.

Neukirchen konnte allerdings mit dieser Situation umgehen, hatte sich im Training Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, weshalb die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Die SVN-Spieler kamen mit demselben Elan hochmotiviert aus der Halbzeitpause zurück aufs Spielfeld. Kampf und Einsatz stimmten weiterhin. Die Kontrahenten gaben keinen Zentimeter an Boden preis (18:19/43.).

Doch plötzlich war auf Seiten des SVN alle Herrlichkeit beendet. Die Mannschaft brach weg, verlor Biss und Leidenschaft, fabrizierte im Angriff viele und unnötige Stockfehler. Wuppertal nahm die Geschenke dankend an und spielte mit seinem Gegner in der Schlussviertelstunde „Katz und Maus“.

„Ich bin enttäuscht“, sagte SVN-Trainer Christian Wetteborn. „Wir waren lange Zeit gut, aber der Einbruch war schon krass.“

SV Neukirchen: Peich (7), Behmer (4/2), Bartnik (4), Kaplanek (3), Fietze (1), Beutelt (1).