SV Neukirchen: Neuzugang Aljoscha Akuinor reißt seine Teamkollegen mit

Handball-Verbandsliga : Neuzugang Aljoscha Akuinor reißt seine Teamkollegen mit

Auch Philipp Peich ging voran. Der SV Neukirchen schlug die HSG Oberhausen nach schwacher erster Halbzeit mit 32:25.

Durch einen bisher schwachen Saison-Auftritt hatten die Verbandsliga-Handballer vom SV Neukirchen im Heimspiel gegen die HSG Oberhausen mächtig Dampf unterm Kessel. Diese Partie musste die Mannschaft um Trainer Thomas Pannen unbedingt gewinnen, um im Rennen um den Klassenerhalt weiter dabei sein zu können. Was das Team letztlich leisten kann, zeigte sie vor rund 300 Zuschauern beim 32:25 (15:15)-Erfolg – allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Dann jedoch richtig.

Denn anfangs war der Druck, der auf den Gastgebern lag, beinahe greifbar. Trotzdem lag der SVN in der achten Minute mit 6:3 vorne, Haupttorschütze Philipp Peich hatte da bereits dreimal getroffen. Doch nun nahm der Gastgeber aus unerklärlichen Gründen das Tempo aus dem Spiel, agierte jetzt verkrampft und überließ Oberhausen so die Partie. Die HSG nahm dieses Geschenk dankend an, drehte das Spiel und führte nach 16 Minuten mit 11:7. Nicht nur auf der Tribüne wurde nun gezittert – und gezetert. Die Auszeit, die Pannen nahm, verpuffte völlig.

Aber unmittelbar vor dem 10:14-Rückstand nahm die HSG ebenfalls eine Auszeit – und die half Neukirchen auf die Beine. Endlich zeigte das Team Moral – kämpfte, steckte die ein oder andere seltsame Schiedsrichterentscheidung einfach weg und Gerit Fietze traf zum umjubelten 15:15-Halbzeitstand. Nach der Pause trat ein völlig verändertes SVN-Team auf. Nach sechs Minuten im zweiten Durchgang lagen die Gastgeber mit 21:15 vorne. Torwart Andreas Dürdoth, der Neukirchen in anderen Partien im Spiel gehalten hatte, machte bereits in der 15. Minute für Michael Biskup Platz. Der hatte einen absoluten Sahnetag erwischt. Beim Stande von 24:20 (46.) parierte er einen völlig freien Wurf und auch noch den Nachschuss, weil die SVN-Deckung schlichtweg zu langsam reagierte. Was aber zu keinem Zeitpunkt für Neuzugang Aljoscha Akuinor galt.

Der war gallig auf den Ball. Und er zeigte nun, wie wichtig er sein kann. Zusammen mit Peich raufte er das Team als geschlossene, kämpfende Einheit zusammen. Oberhausen hatte daraufhin keinerlei Siegchancen mehr. Trainer Thomas Pannen sagte: „Gut war unser Umschaltspiel unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als die Mannschaft richtig Tempo Druck aufgebaut hat.“