Lokalsport: SV Neukirchen hofft auf die letzte Chance

Lokalsport : SV Neukirchen hofft auf die letzte Chance

Handball: Der Oberligist muss am Wochenende auf die Konkurrenz schielen. Denn bereits am Samstag könnte die Entscheidung im Abstiegskampf fallen. Der SV Neukirchen muss aber erst am Sonntag beim LTV Wuppertal ran.

Wenn die Partie in der Handball-Oberliga zwischen Gastgeber LTV Wuppertal und dem SV Neukirchen am Sonntag, 16.45 Uhr, angepfiffen wird, herrscht weitgehend Klarheit im Abstiegskampf. Alle anderen Spiele in der Regional- und Oberliga werden bereits am Samstag ausgetragen.

Der SV Neukirchen weiß dann ganz genau, wie die Lage im Abstiegskampf aussieht. Fakt ist mittlerweile, dass der TSV Aufderhöhe unter der Woche seinen Einspruch nach dem verlorenen 28:29-Wiederholungsspiel beim TuS Lintorf zurückgezogen hat. Durch diesen Rückzieher stehen der TuS Lintorf und die HSG Wesel als direkte Absteiger fest. Über den möglichen vermehrten Abstieg aus der Oberliga Niederrhein herrscht dann auch Gewissheit.

Aus SVN-Sicht ein immens wichtiger Aspekt. Neben dem bereits feststehenden Absteiger aus der Regionalliga Nordrhein, dem TV Weiden, müssen bekanntlich noch zwei weitere Vereine runter. Die drei Kandidaten sind der TV Rheinbach, Bergischer HC II und die HSG Neuss/Düsseldorf II. Mit Rheinbach würde ein zweiter Verein in die Oberliga Mittelrhein absteigen - der SV Neukirchen hätte es geschafft.

Rettet sich Rheinbach, würden der Bergischer HC II und die HSG Neuss/Düsseldorf II in die Oberliga Niederrhein absteigen. Dafür müsste dann aber neben Wesel und Lintorf ein weiterer Verein Platz machen. So gäbe es einen dritten Absteiger aus der aktuellen Saison. Der SV Neukirchen muss sich somit im Fernduell mit dem TSV Aufderhöhe behaupten und benötigt in der Endabrechnung mindestens einen Punkt mehr. Gewinnt der TSV Aufderhöhe allerdings sein letztes Heimspiel gegen den Zweiten HG Remscheid, wäre der SV Neukirchen bereits vor dem Finalspiel in Wuppertal abgestiegen.

Für die Blau-Gelben ist das wahrlich keine einfache Situation. Das Team muss zunächst einmal tatenlos zu sehen, was in den anderen Hallen passiert, um dann eventuell im Abstiegskampf selbst wieder massiv und aktiv einzugreifen.

Aber der SVN hat am vergangenen Wochenende bei der 22:24-Heimniederlage gegen den TuS Lintorf gezeigt, dass einige Spieler mit dem Druck nur schwer umgehen konnten. Natürlich hat die Rote Karte gegen Philipp Peich (4.) die Mannschaft frühzeitig verunsichert und aus dem Konzept gebracht, aber die SVN-Spieler haben in der Folgezeit - mit Ausnahme von Thomas Pannen - auch nie die nötige Einstellung gefunden und die erforderliche Körpersprache gezeigt, die in einem so wichtigen Duell vorherrschen müsste.

Übrigens: Der SV Neukirchen hat einen möglichen Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen Lintorf wegen der Roten Karte gegen Philipp Peich von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, allerdings nach einem Gespräch mit dem Experten für Handballrecht schließlich davon abgesehen. "Ich war nach dem jüngsten Spiel richtig sauer", sagt SVN-Trainer Torsten Klottig. "Meine Mannschaft hat eine große Chance verstreichen lassen. Ich weiß aber, dass es mein Team deutlich besser kann. Sollten wir am Sonntag die Möglichkeit auf ein Endspiel für den Klassenerhalt bekommen, so werden die Jungs mit Sicherheit brennen und alles geben."

(RP)
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