SV Neukirchen droht Fall in Tabellenkeller

Handball in Neukirchen-Vluyn : SV Neukirchen droht Fall in Tabellenkeller

Der Handball -Oberligist empfängt am Samstag um 18 Uhr den überragenden Tabellenführer Unitas Haan.

Für den SV Neukirchen hat der Saisonverlauf eine mittlerweile dramatische Wendung genommen. Noch vor einigen Wochen mit einer gewissen Gelassenheit und mit einem soliden Punkteabstand auf die beiden Abstiegsränge geschaut, stecken die Oberliga-Handballer spätestens seit dem vergangenen Wochenende tief im Schlamassel. Die Blau-Gelben sind aktuell ein fester Bestandteil eines Trios, das massiv um die Ligazugehörigkeit bangen muss. Und die Aussicht auf Besserung hält sich in Grenzen.

Die Wetteborn-Schützlinge erwarten Samstag, um 18 Uhr, keinen Geringeren als den Tabellenführer Unitas Haan. Aber damit nicht genug: Die unmittelbare Konkurrenz trifft aufeinander – Überruhr empfängt Aldekerk II – und Neukirchen könnte nach diesem Spieltag seit langer Zeit mal wieder auf einen direkten Abstiegsplatz fallen.

Unitas Haan hat seine Ambitionen, in die Regionalliga aufzusteigen, erst am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unterstrichen. Haan zerlegte den einzigen noch verbliebenen Konkurrenten, die HG Remscheid mit 33:25 und diktierte die Partie von der ersten Minute in eindrucksvoller Manier.

Die Gäste verfügen über einen breiten, erstklassig besetzten Kader. Insbesondere in der Abwehr kommt die Qualität zum Tragen. Hier sitzen die Absprachen sowie das Zweikampfverhalten – ferner harmonieren die Torhüter bestens mit ihren blockstarken Vorderleuten.

Auch im Angriff ist die Liste der Leistungsträger lang. Ob Marcel Billen, Lennard Austrup oder Raphael Korbmacher – diese Spieler können alleine oder im Verband ein richtiges Feuerwerk abbrennen. Für Neukirchen ist diese Hürde kaum zu überspringen. Doch trotz der Außenseiterrolle gilt es diesem hochkarätigen Gegner mutig entgegenzutreten.

Aber der SV Neukirchen steht nicht grundlos im Tabellenkeller. Die Spiele zuletzt verliefen stets nach dem selben Muster. Einer ordentlichen ersten Halbzeit, mit System und einer kämpferischen Ausrichtung, folgt nach dem Seitenwechsel, beziehungsweise spätestens ab der 45. Minute regelmäßig der krasse Einbruch.

Die Mannschaft kann das Niveau nicht halten, gerät in konditionelle Schwierigkeiten. In Folge dessen häufen sich die technischen Fehler, die Trefferquote sinkt parallel rapide ab. Die Gegner haben dann leichtes Spiel, einen strauchelnden Konkurrenten in die Knie zu zwingen.

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