Lokalsport: Sportpark vor einem entspannten Finish

Lokalsport : Sportpark vor einem entspannten Finish

Tennis-Niederrheinliga: Der 5:4-Erfolg beim Tabellenführer Bayer Wuppertal ist wohl schon gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Mareike Rohrbach und Caroline Langerbein holen in ihrem Doppel den entscheiden Punkt.

So eine ausgeglichene Damen-Niederrheinliga hat es im Tennis wohl nur selten gegeben. Nach vier von fünf Spieltagen haben alle sechs Mannschaften je zwei Spiele gewonnen. Auf Rang zwei der punktgleichen Teams liegt der TC Sportpark Asberg, der am Samstag einen wichtigen 5:4-Auswärtssieg beim Tabellenführer SV Bayer Wuppertal einfuhr.

"Das war auch dringend nötig", stellte Asbergs Sportwart Dietmar Hirschel mit Blick auf die anderen Ergebnisse fest. Im Falle einer Niederlage wäre der TCA nämlich bis ans Tabellenende gestürzt. Nun aber können die Moerserinnen in zwei Wochen fast schon entspannt zum letzten Spiel gegen den Gladbacher HTC antreten, denn angesichts eines eigenen Matchverhältnisses von 19:17 dürfte der Klassenerhalt so gut wie sicher sein. "Hätten wir nicht zum Auftakt unnötig mit 4:5 gegen den Rochusclub verloren, wäre sogar die Meisterschaft drin gewesen", schüttelt Dietmar Hirschel den Kopf über die "verrückte Liga".

Nach den Einzeln stand die Begegnung in Wuppertal bei einem 3:3-Zwischenstand auf des Messers Schneide. Die "obere Hälfte" hatten bis dahin die Gastgeberinnen ohne Satzverlust für sich entschieden. Daphne van de Heuwel konnte im Spitzeneinzel nur im zweiten Durchgang ordentlich mithalten, Zita Engbroks war chancenlos als Nummer drei. Claire Lablans stellte sich trotz Rückenproblemen wieder als Nummer zwei in den Dienst der Mannschaft, gab aber nach dem Einschlagen unter Schmerzen auf und musste ihr Match daher kampflos abgeben.

Umso besser lief es für den TCA auf den unteren Positionen. Mareike Rohrbach, Lani Tümmers und Caroline Langerbein fertigten ihre Gegnerinnen souverän ab, verloren insgesamt nur sechs Spiele und sorgten für den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich.

In den Doppeln gelang es den Asberger Assen dann, die entscheidenden zwei Zähler für den Sieg zu holen. Van de Heuwel/Engbroks gewannen glatt, während Lablans/Tümmers klar unterlagen. Das dritte Doppel mit Rohrbach/Langerbein lag schon mit 2:5 hinten, als Dietmar Hirschel seine Spielerinnen in der Pause "ins Gebet nahm": "Sie haben sich dem langsamen Spiel ihrer Gegnerinnen angepasst, das war bis zu diesem Punkt gar nichts. Danach haben sie dann endlich Tennis gespielt", schmunzelte der Sportwart. Jedenfalls hatte er wohl die richtigen Worte gefunden, denn das Asberger Duo gewann anschließend elf Spiele in Folge und machte den Auswärtssieg perfekt.

Ergebnisse: Romana Huigen-Janshen - Daphne van de Heuwel 6:2, 7:5; Ana-Lena Toto - Claire Lablans ohne Spiel 6:0, 6:0; Anastasiya Mulder - Zita Engbroks 6:2, 6:0; Nina Dülberg - Mareike Rohrbach 2:6, 4:6; Alina Günther - Lani Tümmers 2:6, 0:6; Dorothea Reiß - Caroline Langerbein 0:6, 2:6; Toto/Mulder - van de Heuwel/Engbroks 4:6, 2:6; Huigen-Janshen/Dülberg - Lablans/Tümmers 6:1, 6:1; Günther/Reiß - Rohrbach/Langerbein 5:7, 0:6.

(RP)
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