Sportliche Zukunft ist offen

Sportliche Zukunft ist offen

Ute Hohmann ist im positiven Sinn eine Handball-Verrückte. Mit dem TuS Lintfort strebt sie den Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga an. Ihr zweites Steckenpferd ist auch ein sportliches – das Laufen.

Ein Leben ohne Sport kann sich Ute Hohmann, die seit über einem Jahrzehnt für die Handballfrauen des TuS Lintfort auf Tore- und Punktejagd geht, überhaupt nicht vorstellen. "Das ist schon ein ganz wichtiger Bestandteil meines Lebens", betont die Physiotherapeutin.

Gibt's für sie überhaupt ein Leben neben dem Handball? Wenn sie nicht gerade in der Sporthalle Eyller Straße trainiert, dann hält sie sich läuferisch fit – und das bei Wind und Wetter, wie auch ihre Trainerin Bettina Grenz-Klein bestätigt: "Selbst als es am letzten Sonntag so extrem stürmisch war und man kaum einen Menschen auf der Straße gesehen hat, war Ute joggend unterwegs." Denn das Laufen ist ihr zweites Steckenpferd. Die 33-Jährige hat bereits einen Marathonlauf in Duisburg absolviert (da überquerte sie die Ziellinie nach ansehnlichen 3:46,05 Stunden) und ist zudem schon zwei Mal die halbe Distanz gelaufen.

Den Frust von der Seele gelaufen

So wie im vergangenen Jahr in Remscheid. Nach einem Auswärtsspiel in Halle musste sie sich ihren Frust von der Seele laufen und ging, nachdem sie gerade mal zwei Stunden geschlafen hatte, an den Start. "Das war ganz schön hart", erinnert sie sich. "Anfangs bin ich noch bewusst langsam gelaufen, doch als ich mich an das hügelige Gelände gewöhnt hatte, habe ich Gas gegeben." Lassen es ihre sportlichen Aktivitäten zu, sitzt sie gern mit Freunden zusammen, zum Beispiel beim Video- oder Spieleabend. Oder sie widmet sich ihren beiden Patenkindern Neina und Tim, dem Nachwuchs ihrer Trainerin.

Was Urlaube betrifft, so bevorzugt Ute Hohmann die Sonne. Wie auch im bevor stehenden Sommer. Dann will sie die Ferien gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Birgit in Griechenland verbringen. "Vielleicht gefällt mir aber auch der Winter", so die Lintforter "Galionsfigur". Und ergänzt: "Ich habe noch nie auf Skiern gestanden, aber probieren möchte ich das schon einmal." Auch die USA sind für sie ein reizvolles Reiseziel. Städte wie San Francisco, New York und Los Angeles zu sehen, das ist einer ihrer ganz großen Träume.

Arge Probleme mit der Schulter

Über die sportliche Zukunft von Ute Hohmann ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die lädierte Schulter macht ihr immer mehr zu schaffen. Im November ist ein Teil der Muskulatur gerissen, und seitdem kann sie nur noch zwei Mal in der Woche trainieren. Durch intensive Krankengymnastik sind die Probleme jedoch größtenteils behoben werden. "Jetzt will ich mit meiner Mannschaft erst mal Regionalliga-Meister werden und in die Zweite Bundesliga aufsteigen. Danach werde ich entscheiden, ob ich noch ein weiteres Jahr dran hänge", erklärt Ute Hohmann.

(RP)