Handball Sohn Niko ist der "Eismann"

Olaf Hansen, der Trainer des Verbandsliga-Aufsteigers HSG Vennikel, kann auf eine bewegte Handball-Laufbahn zurück blicken. Einst war er einer der Weggefährten des Weltklasse-Rechtsaußen Florian Kehrmann.

In den vergangenen 40 Jahren hat Olaf Hansen, Trainer des Handball-Verbandsligisten HSG Vennikel, viele Höhen und Tiefen durchlebt. Im Leben des 44-Jährigen hat der Sport immer eine Hauptrolle gespielt und auch maßgeblich in den privaten Bereich "eingegriffen".

So lernte er bei einem Mannschaftsessen seines damaligen Clubs OSC Rheinhausen seine zwölf Jahre jüngere Frau Suzana aus Serbien kennen, mit der er seit 2006 verheiratet ist. Seitdem ist der selbstständige Kaufmann im Tonträgerhandel ein richtiger Familienmensch geworden. Sein dreijähriger Sohn Niko und seine im November letzten Jahres geborene Tochter Lilli sind für ihn die Hauptpersonen.

"Meine Familie steht klar an erster Stelle", sagt Hansen. "Und sie unterstützt mich auch in meinen sportlichen Aktivitäten, zumal da meine Frau früher auch Handball gespielt hat." Auch Niko ist schon vom Handballsport begeistert.

Wenn der Papa losfährt, um gegnerische Teams zu beobachten, wird daraus oft ein Familienausflug. Bei den meisten Spielen der HSG sitzt Niko sogar mit auf der Bank und hat sich den Spitznamen "Eismann" eingehandelt. Denn mit seiner eigenen Eisbox, die er von Vereins-Pressesprecher Jürgen Becker geschenkt bekommen hat, ist er sehr gefragt, wenn es gilt, angeschlagene Spieler zu behandeln.

Bereits im Alter von vier Jahren hat Olaf Hansen bei der SG Schortens in der Nähe von Wilhelmshaven, wo er auch seine gesamte Jugendzeit verbrachte, erstmals Handball gespielt. Als 18-Jähriger unterschrieb er einen Vertrag beim Zweitligisten TVB Varel-Altjührden, dem er bis 1991, bis zu seinem Wechsel zum OSC Rheinhausen, treu blieb.

Mit den Olympischen aus dem Duisburger Stadtteil stieg er nach zwei Jahren in die Erste Bundesliga auf. Gemeinsam mit dem bekannten Nationalspieler und Weltklasse-Rechtsaußen Florian Kehrmann spielte er in der Saison 95/96 bei der SG Solingen, wechselte von dort zum TV Oppum und war hernach ein Jahr beim VfB Homberg aktiv, ehe er nochmals zum OSC zurück wechselte.

Bis zum Ende seiner aktiven Spielzeit vor zwei Jahren war er noch bei Hamborn 07 am Ball. "Der absolute Höhepunkt meiner aktiven Laufbahn war 1994 der Aufstieg mit dem OSC in die erste Bundesliga", erinnert sich Hansen. "Das war damals schon eine ganz andere Welt im Vergleich zu heute. Immerhin haben wir bis zu sechs Trainingseinheiten in der Woche absolvieren müssen."

Mit einem Paukenschlag stieg Olaf Hansen ins Trainergeschäft ein: Gleich in seinem ersten Jahr als Verantwortlicher auf der Bank schaffte er mit der HSG Vennikel den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Einige Jahre zuvor hatte er, übrigens gemeinsam mit dem Kapellener Trainer Dirk Wolf, die B-Lizenz erworben.

(RP)
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