Lokalsport: Sendag schießt "Scherpe" ins Glück

Lokalsport : Sendag schießt "Scherpe" ins Glück

Fußball-Niederrheinpokal: Der Moerser Landesligist bezwingt im Niederrheinpokal-Wettbewerb den Oberligisten SSVg. Velbert mit 1:0. Nach dieser Überraschung ist der Einzug in die dritte Runde für das Bartkowiak-Team perfekt.

Dem SV Scherpenberg ist die Überraschung in Form des Einzugs in die dritte Runde des Niederrheinpokal-Wettbewerbs geglückt. Der Landesliga-Aufsteiger gewann gestern nach Verlängerung mit 1:0 (0:0, 0:0) gegen Fußball-Oberligist SSVg. Velbert.

Dass es auch für den Oberliga-Favoriten kein Spaziergang werden würde, den hochkarätig besetzten SVS auf dem bei Gästen für gewöhnlich ungeliebten Ascheplatz zu schlagen, war absehbar. Doch der starke Scherpenberger Beginn dürfte manchen auf Velberter Seite überrascht haben. Die Platzherren nahmen das Heft in die Hand und waren für rund 20 Minuten die deutlich tonangebende Mannschaft. Die größte Chance hatte Ercan Sendag. Nach einem von Nico Frömmgen gespielten, langen Ball in den Strafraum setzte er den Kopfball knapp neben den Pfosten (18.). Velberts Torwart Philipp Sprenger hatte nur noch hinterher geguckt.

Mit laufender Spielzeit kamen die Gäste dann ins Spiel. In der nun ausgeglichen Partie hatten die Scherpenberger zweimal Glück. Zunächst fand Oguzhan Coruk mit einem Freistoß Niklas Andersen, der seine Direktabnahme an die Latte setzte (27.). Die beste Chance des ersten Durchgangs hatte aber SSVg.-Stürmer Aliosman Aydin, der im Strafraum freigespielt wurde und aus kaum mehr als fünf Metern Torentfernung ans Lattenkreuz schoss. Wenige Sekunden später traf er per Kopfball zwar dann ins Tor, stand dabei aber im Abseits (33.). Das Remis zur Pause war mittlerweile ein gerechtes Ergebnis.

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Im zweiten Durchgang neutralisierten sich die beiden Mannschaften nahezu vollständig. Scherpenberg zeigte vor allem in der Defensive eine konzentrierte Leistung. Velbert war über 45 Minuten nahezu in keiner Szene torgefährlich. Doch auch die Gastgeber kamen über vielversprechende Ansätze nicht hinaus. Mehrfach kam der finale Pass oder die Hereingabe in aussichtsreicher Position nicht an. Viele Distanzschüsse verfehlten ihr Ziel. So ging es in die Verlängerung, in der Scherpenberg nun wieder überlegen war. Die Platzherren nahmen das Spiel in die Hand und wurden mit der Führung belohnt. Yasin Duman führte einen Freistoß kurz aus. El Houcine Bougjdi flankte, und Ercan Sendag köpfte aus kurzer Distanz ein (97.). Den Vorsprung brachte der SVS dann über die Zeit.

Trainer Kay Bartkowiak sagte nach dem Spiel: "Für mich war ein Klassenunterschied zu keiner Zeit erkennbar. Wir haben richtig gut angefangen. Danach war ein kleiner Bruch in unserem Spiel. Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. In der Verlängerung waren wir einfach fitter." Auf die Frage nach dem Wunschlos für die nächste Runde antwortete der SVS-Trainer: "Am liebsten VfB Frohnhausen. Auf jeden Fall wollen wir ins Viertelfinale. Ich weiß aber, dass unser Stürmer Ercan Aydogmus sich seinen Ex-Klub Wuppertal wünscht."

(RP)