Lokalsport: Schwafheim will auswärts besser werden

Lokalsport : Schwafheim will auswärts besser werden

In der Fußball-Landesliga liegen zwischen dem Tabellenvierten VfL Rhede und dem Tabellensechsten SV Schwafheim zwar nur zwei Plätze. Aber mit sechs Punkten Unterschied am neunten Spieltag erscheint der Gegner für die Spieler um SVS-Trainer Thorsten Schikofsky dann doch bereits uneinholbar. Zumindest gilt das am Sonntag, ab 15 Uhr, wenn Schwafheim (19:15 Tore) in Rhede (23:13) antreten muss. Und dort müssen die Süd-Moerser versuchen, sich zu rehabilitieren - nach der überraschenden 2:3-Pleite und dem damit verbundenen Aus im Kreispokal beim A-Liga-Aufsteiger DJK Lintfort.

Aber nur eine einzige Niederlage hat Gastgeber Rhede bislang kassiert - am vergangenen Spieltag bei der U23 von Rot-Weiß Oberhausen, dem offensichtlich übermächtigen Tabellenführer. Da setzte es aber auch gleich 0:4. Ohne die vier Gegentore hätte Rhede mit Speldorf und Sonsbeck die zweitbeste Abwehr der Liga, hinter RWO II. Das soll heißen: Der VfL steht hinten richtig gut und verfügt außerdem über den drittbesten Angriff in der Liga. Selbstverständlich kann auch Thorsten Schikofsky die Tabelle lesen. Aber er weiß über den Gegner natürlich noch mehr.

"Das ist eine starke, offensiv ausgerichtete Mannschaft, die zu Recht da oben steht", sagt der SVS-Trainer. Darauf angesprochen, dass die beiden VfL-Stürmer Meikel Junker in fünf und Simon Lechtenberg in neun Partien jeweils vier Tore geschossen haben, winkt Schikofsky grinsend ab und hält dagegen: "Christian Zeiler hat in sieben Spielen fünf Tore, Can Yasar in zwei zwei gemacht. Diese Quote hat sonst niemand." Immerhin hatte der Coach zuletzt seine Stürmer in die Pflicht genommen, endlich Tore zu schießen. "Das hat geklappt", sagt Schikofsky schmunzelnd.

Allerdings kennt er nicht nur die gegnerischen Spieler, sondern aus gemeinsamen Verbandsligazeiten auch die Spielstätte vom VfL ganz genau. "In Rhede hab ich mit Homberg und Hamborn schon früher äußerst ungern gespielt, der Platz ist so groß", sagt er. Dabei befürchtet er nicht, dass seinen Jungs die Puste ausgeht. Vielmehr weiß er, dass es auf einem maximal großen Platz schwieriger wird, die Räume eng zu machen.

So verfügt Rhede auch über eine weiße Heimspiel-Weste. Aber keine blütenweiße: Zwar ist der VfL zu Hause zwar ungeschlagen, musste aber Remis hinnehmen. Genau wie Schwafheim, die aber noch auf den ersten Auswärtssieg warten.

"Es kann ja nicht nur an unserem Ascheplatz liegen", sagt Schikofsky. Er hadert mit den vergebenen Chancen auf fremdem Geläuf. "Wir müssen rausbekommen, was unsere Heimstärke ausmacht."

Und die Erkenntnis käme genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn jetzt habe sein Team gleich eine Reihe stärkerer Gegner vor der Brust, Rhede macht in dieser Riege den Anfang.

(RP)