Lokalsport: Schwafheim vergibt beste Chancen

Lokalsport : Schwafheim vergibt beste Chancen

Fußball-Landesliga: Trainer Gemmer stinksauer über den Auftritt seiner Elf.

Am Ende hatte Fußball-Trainer Ralf Gemmer doch mehr Akteure zur Verfügung, als zuvor angenommen. In der Landesligapartie seines SV Schwafheims konnte er jedenfalls mit Manfred Wranik, Lars Drauschke, Samet Uz, Julian Klingen und Stefan Schindler gegen den Duisburger SV 1900 auflaufen. Und Schindler war es auch, der gleich in der 2. Minute das 1:0 auf dem Fuß hatte. Besnik Saljiji hatte ihn freigespielt, Schindler lief mutterseelenallein auf DSV-Keeper Muhammed Sadiklar zu - und legte den Ball fünf Meter neben das Tor. Am Ende mussten sich die Schwafheimer mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Nach Schindlers Chance hatten die Gastgeber nicht nur mehr vom Spiel, sondern ab der 20. Minute im Fünf-Minuten-Rhythmus auch noch drei Möglichkeiten. Doch weder der abgeklatschte Ball von Sadiklar nach Saljiji-Schuss noch die beiden Eckbälle wurden genutzt. Es fehlten schlichtweg die Schwafheimer Akteure, die nachsetzen sollten. "Und dann haben wir unerklärlicherweise das Fußballspielen eingestellt", sprach Ralf Gemmer die Situation nach 30 Minuten an.

Ähnlich verlief die Partie auch nach der Pause. Beide Mannschaften blieben harmlos, Torchancen waren hüben wie drüben Mangelware. Es roch nach einem torlosen Unentschieden. Bis ein Rückpass auf Schwafheims Keeper Tobias Prigge gespielt wurde. "Wir haben das im Training so abgesprochen, dass der Keeper dann die Bälle hinten raus hauen soll", sagte nach der Partie Ralf Gemmer. Doch Prigge ließ sich Zeit, wartete auf einen freien Mann, wurde angegriffen, und der DSV-Spieler spitzelte Prigge den Ball vom Fuß. Der SVS-Keeper setzte nach, der Duisburger fiel - Strafstoß. Den verwandelte Burak Öktem in der 78. Minute zum Auswärtssieg der Duisburger. "Hier wäre sogar ein Unentschieden zu wenig gewesen. Wir waren als Kollektiv nicht gut, haben die Niederlage zu 100 Prozent selbst verschuldet", war Gemmer stinksauer.

SVS: Prigge, Bodden, Kocaoglu (86. Riad), Wranik, Schindler, Klingen, Uz, Saljiji, Drauschke (59. Becker), Ünlü, Dönmez (71. Halver).

(RP)
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