Schwache Ausbeute für Moerser Adler

Volleyball, 2. Bundesliga : Schwache Ausbeute für die Adler

Volleyball, 2. Bundesliga: Der Moerser SC war beim 0:3 gegen Lindow-Gransee chancenlos, rehabilitierte sich aber im zweiten Wochenend-Spiel gegen den VCO Berlin mit einem 3:2-Erfolg. In der Tabelle rangiert Moers auf Platz drei.

Zwei Punkte aus zwei Spielen: Die Ausbeute der Volleyballer vom Moerser SC am Wochenende ist überschaubar. Im heimischen Enni-Sportpark-Rheinkamp sahen die Zuschauer am Samstag eine 0:3 (17:25, 23:25, 16:25)-Niederlage gegen den SV Lindow-Gransee, am Sonntag folgte ein 3:2-Erfolg (18:25, 25:20, 16:25, 25:13, 15:12) gegen VCO Berlin. Damit haben die Moerser nun 22 Punkte aus elf Spielen vorzuweisen. Das bedeutet in der 2. Bundesliga Nord Tabellenplatz drei.

Im Spitzenspiel am Samstag gegen Lindow-Gransee sahen die Männer von Trainer Hendrik Rieskamp wenig Land. Lediglich im zweiten Satz war es etwas ausgeglichener. Rieskamp wollte im Nachgang am liebsten gar nicht über das Spiel reden, denn eigentlich war aus Moerser Sicht vieles bis alles schlecht. „Wir haben nur reagiert und nicht agiert“, fasste der Coach kurz zusammen. „Im Grunde war von unserer Seite alles mies.“

Oliver Staab war bester Moerser Angreifer. Foto: Jürgen Sabarz

Dazu kam, dass der Gegner aus Brandenburg eindeutig besser war und insgesamt stark spielte. Aus einer gut organisierten Abwehr heraus versenkte der Gast viele Bälle auf der Moerser Seite. Bei der Annahme zeigten die „Adler“ ungewohnte Lücken, da die Akteure eher auseinander gingen, als den festen Willen zu zeigen, den Ball zu spielen. Außerdem fehlte der Mut zum aggressiven Aufschlagspiel und harte Aufschläge landeten zahlreich im Aus oder wurden von Lindow-Gransee gekontert. Die guten Aktionen von Diagonalangreifer Oliver Staab im zweiten Satz mutierten zur „One-Man-Show“, doch auch das reichte nicht, um einen Durchgang zu gewinnen. Satz eins und drei waren eindeutige Angelegenheiten.

Die Gäste vom SV Lindow-Gransee zeigten sich äußerst beweglich in der Abwehr und brachten die Moerser Spieler teils an den Rand der Verzweiflung, da viele lange Ballwechsel an Lindow gingen oder irgendwer immer noch an das Spielgerät kam. „Das war das bislang schlechteste Spiel der Saison. Der Gegner war deutlich besser, wir eher chancenlos. Irgendwie stellte sich der Eindruck ein, dass wir den Ball nicht haben wollten.“

Am Sonntag lief es dann – zum Teil zumindest – besser. Auch wenn die Moerser den Start erneut verschliefen, sah Hendrik Rieskamp im Anschluss eine Reaktion. „Im ersten Satz haben wir wieder nicht gekämpft und anschließend Dienst nach Vorschrift abgeliefert. Im dritten Durchgang sind wir dann wach geworden, auch wenn wir den noch abgegeben haben“, lautete das erste Urteil vom Trainer. „Es war dann wichtig, dass wir mal einen Tie-Break für uns entschieden haben.“

Nach frühem Rückstand und Anschluss lag der Sportclub schnell hinten (5:8, 9:10, 11:16). Davon erholte sich die Truppe nicht mehr, feuerte aber im zweiten Satz zurück. Bis zum Stand von 18:18 gestaltete sich der Durchgang ausgeglichen, doch der MSC setzte sich mit einigen guten Angriffen ab. Der erneute Einbruch folgte nach der zehnminütigen Pause. Nach einem 2:8-Rückstand kam noch mal Hoffnung auf (9:14), doch die jungen Talente vom Olympia-Stützpunkt schnappten sich deutlich den dritten Satz. Überraschenderweise zeigten sich die Moerser davon kurze Zeit später unbeeindruckt und glichen mit großem Vorsprung zum 2:2 aus. Der Tie-Break gestaltete sich bis zum Stand von 12:11 für Moers ausgeglichen, bevor eine gute Schlussoffensive die Partie beendete.

Zum Ende hin sah der Coach einen cleveren Aufschlag und eine bessere Annahme seiner Spieler. „Wir hatten dann im fünften Satz vielleicht etwas mehr Glück und die jungen Akteure aus Berlin waren etwas unerfahrener als wir. Im Gegensatz zum Spiel gegen Lindow bin ich diesmal zufrieden“, so Rieskamp. „Auf beide Partien bezogen aber nicht.“ Dass das Spiel gegen Lindow nicht ansehnlich war, verdeutlichte der Trainer so: „Das konnte man sich nur mit zwei Augenklappen ansehen.“

So gab es weitere MSC-Stimmen zum Spiel gegen Lindow-Gransee: „Ein ganz schlechtes Spiel.“ Weil der Gegner technisch deutlich besser, konzentrierter gespielt und seine Chancen genutzt hatte. Doch gegen Berlin sahen die Verantwortlichen trotz der deutlichen Schwankungen eine Steigerung der kämpferischen Leistung der Moerser Spieler.

Das gibt Hoffnung für den letzten Auftritt vor Weihnachten beim TuS Mondorf.