Scherpenberger 2:0 im Pokalspiel bei Fichte Lintfort

Fussball : Leichtes Spiel für den SVS in Lintfort

Fußball-Kreispokal: Der 2:0-Sieg im Viertelfinale beim Ligarivalen Fichte Lintfort fällt dem SV Scherpenberg nicht sonderlich schwer. „Das war blutleer“, sah auch Fichte Coach Sven Schützek blasse Gastgeber.

Die Fußballer des SV Scherpenberg stehen im Halbfinale des Kurt-Blömer-Kreispokals. Die Scherpenberger entschieden das Duell der Landesligisten bei Fichte Lintfort verdientermaßen mit 2:0 (1:0) für sich. Während SVS-Trainer Timo Barbeln entsprechend hochzufrieden war, kochte Lintforts Sven Schützek und kündigte Konsequenzen an.

Das Pokalspiel war für ein Derby überraschend ruhig. Vor allem Fichte ließ die für ein Lokalduell charakteristischen Emotionen vermissen. Die engagierten Gäste hatten somit von Beginn an die Oberhand.

„Das war ein blutleerer Auftritt“, zeigte sich Fichte-Trainer Sven Schützek enttäuscht und fügte hinzu: „Ich stelle mich immer vor die Mannschaft, aber heute muss der Ärger auch mal raus.“ Den Scherpenbergern reichte ein beherzter Auftritt um das Spiel in der ersten Halbzeit in die aus ihrer Sicht richtige Bahn zu lenken. Nach einer Freistoßflanke kam Ozan Sengül nach rund einer halben Stunde aus rund 13 Metern zum Kopfball und dieser senkte sich am langen Pfosten zum 0:1 ins Tor.

Schützek reagierte in der Pause und brachte Florian Witte für Christian Skerwideski und erklärte nach dem Spiel: „Das heißt nicht, dass Christian Schuld war. Ich hätte viele Spieler auswechseln müssen, aber auf der Position hatte ich mit Witte einfach noch eine gute Option auf der Bank.“

Auszahlen sollte sich der Wechsel aber nicht. Die Lintforter waren bemüht, aber sowohl die letzte Entschlossenheit, als auch die fußballerische Linie fehlten. Stattdessen sorgte der SVS früh für klare Verhältnisse. Enes Balci kam im Strafraum zum Schuss. Dieser wurde abgefälscht und besiegelte bereits vier Minuten nach dem Wiederanpfiff den 0:2-Endstand.

„Ich bin sehr zufrieden, denn wir haben gut gespielt und nach der Niederlage in Sonsbeck eine gute Reaktion gezeigt“, freute sich SVS-Coach Timo Barbeln. Schützek dagegen: „Scherpenberg hat mit mehr Emotionen gespielt, verdient gewonnen. Bei uns werden wir in dieser Woche über personelle Konsequenzen reden.“

Nun stehen für die beiden Teams noch in der Landesliga drei Spiele bis zur Winterpause auf dem Programm. Dabei werden beide Mannschaften versuchen, so viele Punkte wie möglich einzusammeln, um sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Für den SVS geht es gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter, für Fichte gegen den VfL Rhede weiter.

Fichte: Gbur, Schmitz, Serra, Kapuscinski, Brajic (68. Eichholz), S. Rume, Muharemi, Özcelik, L. Rume, Skerwiderski (46. Witte), Ehis.

Scherpenberg: Prigge, Terzi, Sengül, Duman, Y. Bougjdi (76. Holzum), Franke, Balci (80. Sogolj), Tamba (46. Stellmach), E. Bougjdi, Frömmgen, Katendi.