Lokalsport: Scherpenberg top, VfL Repelen im Keller

Lokalsport : Scherpenberg top, VfL Repelen im Keller

Der Fußball Landesliga-Neuling besiegte auch den SV Burgaltendorf und hat sich an der Tabellenspitze festgesetzt. Die Repelener dagegen verloren bei Viktoria Buchholz mit 0:1 und finden sich bereits jetzt am Tabellenende wieder.

Sie wollten ganz oben mitspielen. Die Landesliga-Fußballer des SV Scherpenberg. Und der Neuling scheint Ernst zu machen. Denn nach dem 2:1-Erfolg beim SV Hönnepel-Niedermörmter setzte sich das Team von Trainer Kay Bartkowiak im Duell der beiden Aufsteiger gestern Abend auch gegen den SV Burgaltendorf vor run 500 Zuschauern mit 3:0 (1:0) durch. Damit gelang dem Neuling auch die Landesliga-Premiere im heimischen "Wäldchen".

Der VfL Repelen (blaues Trikot) bleibt auch nach zwei Spieltagen weiter punktlos. In Buchholz verlor das Team gestern mit 0:1. Foto: Lars Fröhlich

Und die Scherpenberger begann in dieser zweiten Partie wesentlich zielstrebiger als noch vor vier Tagen in Hönnepel-Niedermörmter. Dieses Mal hatten sie ihre Nervosität auch im Griff, kamen gut ins Spiel. So übernahmen sie die Initiative und erspielten sich schon die ein oder andere Chance.

Doch erst in der 43. Minute war es soweit. Da brandete der erste Jubel auf. El Houcine Bougjdi war es, der die Blau-Weißen mit einem Schuss zur Halbzeit verdient mit 1:0 in Führung brachte.

Im zweiten Durchgang des Landesliga-Duells wurde es zu einer richtig kämpferischen Partie auf der Scherpenberger Asche. Beide Teams schenkten sich nichts. Und suchten ihr Heil in der Offensive. Immer wieder kamen dabei beide Teams gefährlich in den Strafraum hinein.

Doch erst in der 81. Spielminute erlöste schließlich Maximilian Stellmach die Scherpenberger Zuschauer. Mit seinem Kopfballtreffer zum erlösenden 2:0 machte er endgültig alles klar in der Partie. Doch damit war der Bann endgültig gebrochen. Denn Hari Coric gelang in der 85. Minute sogar noch der Treffer zum 3:0-Endstand.

"Wir haben heute insgesamt eine starke Vorstellung gezeigt und gut gespielt. Und das über die gesamten 90 Minuten", zeigte sich SVS-Coach Kay Bartkowiak sehr zufrieden. "Burgaltendorf war aber auch ein starker Gegner und hat uns das Leben auf keinen Fall einfach gemacht."

Die Saison ist noch jung und frisch, doch eine unliebsame Richtung ist bereits zu erkennen. Für die Landesliga-Fußballer des VfL Repelen ist nach zwei Auftaktniederlagen der Fehlstart in Form des Tabellenkellers jetzt schon die bittere Realität. Die Schützlinge um Trainer Sascha Weyen unterlagen gestern Abend bei Viktoria Buchholz mit 0:1 (0:0) und müssen somit weiterhin sehnsüchtig auf den ersten Punktgewinn warten.

Dabei trat der Gast mit breiter Brust an. Das Engagement stimmte von der ersten Minute. Repelen war auf den Spielfeld sehr präsent, spielte selbstbewusst und mit Konzept auf. Die Mannschaft wurde von Minute zu Minute stärker.

Und es sollte nicht mehr lange im Laufe des Spiels lange dauern, bis sich aufgrund des spielerischen und kämpferischen Übergewichtes beste Torchancen ergaben. Der VfL hatte allein in den ersten 45 Minuten drei Top-Möglichkeiten zum Torerfolg. Aber die VfL-Angreifer zeigten Nerven und scheiterten bei allen Versuchen.

"Wir waren unserem Kontrahenten in nahezu allen Belangen klar überlegen und hätten bis zum Pausenpfiff eigentlich führen müssen ", erinnert sich Sascha Weyen ärgerlich.

"Buchholz hat so gut wie gar nicht stattgefunden."

Und dass der VfL Repelen aus seiner Überlegenheit kein Kapital schlagen konnte, sollte sich in Halbzeit zwei böse rechnen. Der Gast verlor seine Linie, verstrickte sich in Einzelaktionen und ließ sich vom mittlerweile früh pressenden Gegner den Schneid abkaufen. Marcel Bockting von der Viktoria erzielte in der 52. Minute das Tor des Tages. Buchholz gab bis zum Abpfiff den Ton an.

"Das Engagement meiner Jungs hat gestimmt", bilanzierte Repelens Trainer Sascha Weyen schließlich. "Wir haben auch über weite Strecken attraktiv gespielt, uns aber erneut nicht belohnt. Ich möchte sagen. Meine Mannschaft hat hier in Buchholz zumindest einen Punkt aus Naivität liegen gelassen", trauerte er einem verlorenen Punkt hinterher.

(RP)