Lokalsport: Scherpenberg müht sich zum Derbysieg

Lokalsport : Scherpenberg müht sich zum Derbysieg

Fußball-Landesliga: Für den Tabellenzweiten langt es in Repelen lediglich zu einem knappen 1:0-Erfolg. El Houcine Bougdji erzielt den Treffer des Tages. Die Gastgeber gelangen erst im zweiten Abschnitt zu ihren Chancen.

Der SV Scherpenberg hat das Moerser Stadtderby gewonnen. Am zwölften Spieltag in der Fußball-Landesliga siegte der Tabellenzweite beim VfL Repelen mit 1:0 (1:0). Dafür reichte den Gästen aber eine eher schwache Leistung.

Von Beginn an sahen die 275 Zuschauer das erwartete Spiel. Repelen stand tief, verteidigte beinahe mit der kompletten Mannschaft und lauerte auf Konter. Scherpenberg machte das Spiel, hatte viel Ballbesitz und versuchte Lücken im VfL-Bollwerk zu finden. Höhepunkte hatte die Partie in der ersten Halbzeit aber kaum. Die Gäste taten sich sehr schwer gegen die engmaschige Repelener Abwehr und kamen nur selten gezielt in den gegnerischen Strafraum. Repelen blieb seinerseits nach vorne ebenfalls harmlos. Im Angriff fehlte dem einzigen Stürmer Julius Terasa jegliche Unterstützung, so dass er der Scherpenberger Defensive alleine keinerlei Probleme bereiten konnte.

Folgerichtig brachte eine Einzelaktion das einzige Tor. El Houcine Bougjdi ließ nach einer halben Stunde seine Klasse aufblitzen. Er kam in halblinker Position an den Ball, zog mit Tempo in den Strafraum, wo er weder von Kurt Etuk noch von Mehmet Akdas gestoppt werden konnte, und letztlich alleine vor Torwart Robin Bertok zum Abschluss kam. Bougjdi spitzelte den Ball am VfL-Schlussmann vorbei in die lange Ecke. Die Kugel prallte an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Bertok und Bougjdi hatten beide nachgesetzt, den Ball aber vor der Linie nicht mehr erreicht. Letzterem war das allerdings egal.

Im zweiten Durchgang ging es zunächst weiter wie gehabt. Repelen verteidigte und Scherpenberg rannte vergeblich an. Die erste Chance hatten die Gäste dennoch, als Meik Kuta von Almir Sogolj mit einem Traumpass eingesetzt wurde, aber am langen Pfosten volley an Bertok scheiterte (61.).

Das war jedoch das Signal für Repelen, mehr zu versuchen. Denn nur zwei Minuten später ergab sich auch die erste Möglichkeit. Kurt Etuk kam über die rechte Seite und gab den Ball nach innen zu Lewis Brempong weiter. Der VfL-Kapitän ließ zwei Verteidiger stehen, konnte aus spitzem Winkel Scherpenbergs Torwart Dominik Weigl aber nicht überwinden. Die Partie wurde nun offener, weil Repelen nun offensiver agierte. Pech hatten die Gastgeber als sich rund 15 Minuten vor Schluss Oguzhan Alemdar verletzte, nur kurz nachdem sein Trainer Sascha Weyen den letzten Wechsel vorgenommen hatte. In Überzahl hatte Scherpenberg die Chance zur Entscheidung, als Ercan Aydogmus nach einem langen Ball zum Schuss kam, aber lediglich das Außennetz traf. In der Nachspielzeit kam auf der anderen Seite Ben Etuk an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss, schoss Weigl aber genau in die Arme.

Repelens Trainer Sascha Weyen sagte nach dem Spiel: "Die Leistung war ordentlich. Ein Unentschieden wäre nicht unverdient gewesen. Wenn wir am Ende nicht in Unterzahl gewesen wären, hätten wir vielleicht auch noch mehr Chancen bekommen." SVS-Coach Kay Bartkowiak: "Das war insgesamt kein gutes Spiel von uns. Mit dem Schlusspfiff hätte Etuk den Ausgleich machen müssen, da hätten wir uns nicht beklagen dürfen. Am Ende zählen aber die drei Punkte."

VfL Repelen: Bertok, Amzil (72. Ait Dada), Sylla, Akdas, K. Etuk, Alemdar, Brempong, Ameti (64. Özcan), Celik, Kizaki (55. B. Etuk), Terasa

SV Scherpenberg: Weigl, Duman, Franke, Frömmgen, Kuta, Y. Bougjdi, Sengül (57. Aydogmus), Sendag, Stellmach (57. Hamdi), Sogolj (78. Zakholy), E. Bougjdi

Schiedsrichter: Jan-Lukas Rösges (Brüggen).

(RP)