Handball-Landesliga 10:29 – TuS Lintfort versagt im Angriff

Kreis · Der TV Schwafheim gewann in der Handball-Landesliga beim SV Straelen mit 23:21, während der TuS Lintfort in Rheinhausen mit 10:29 unterging. Der SV Neukirchen ließ gegen Beckrath beim 34:26 nichts anbrennen.

Die Landesliga-Handballer des TuS Lintfort warfen nur zehn Tore.

Die Landesliga-Handballer des TuS Lintfort warfen nur zehn Tore.

Foto: dpa/Tom Weller

Trotz zahlreicher Ausfälle bot Handball-Landesligist SV Neukirchen eine souveräne Vorstellung und ließ in der Gruppe 1 beim deutlichen 34:26 (14:12)-Erfolg über Aufsteiger TV Beckrath nichts anbrennen. Garant für den Sieg war eine starke Vorstellung in der Deckung. Florian Staar glänzte als Organisator, Torhüter Michael Biskup war ein sicherer Rückhalt. Im Angriff zog Regisseur Michael Casper geschickt die Fäden und wusste seine Teamkollegen immer wieder glänzend in Szene zu setzen.

Ein tolles Spiel machte auch Lukas Drymalla auf der halbrechten Rückraumposition, zumal er ansonsten auf Rechtsaußen eingesetzt wird. In den letzten zehn Minuten bekam dann noch der A-Jugendliche Jan Ole Höschen seinen Einsatz, den er auch gleich zu seinem ersten Treffer vom Kreis nutzen konnte. „Wir hatten zwischendurch eine schwächere Phase, wo wir uns mehr auf die Entscheidungen des Schiedsrichters konzentriert haben. Das habe ich in der Pause angesprochen, dann lief es wieder besser“, freute sich Hermann Casper, der Trainer des Tabellendritten. Tore: Böckel (11), M. Casper (6/2), Drymalla, S. von Zabiensky (je 4), Toschki (3), Feltgen (2), O. Kaplanek (2/1), Giesen und Höschen.

Es war sicherlich keine Gala-Vorstellung des TV Schwafheim in der Gruppe 3, aber sie reichte für einen 23:21 (12:8)-Sieg beim SV Straelen. Neben Kevin Wiedemann und Max Mehlich fiel mit Alexander Spoo kurzfristig ein weiterer Rückraumspieler aus, sodass in diesem Bereich die Möglichkeiten doch arg eingeschränkt waren. Dann war‘s zudem zunächst ungewohnt, ohne Haftmittel auszukommen, was sich doch an den wenigen eigenen Treffern bemerkbar machte.

Dafür konnte sich der Spitzenreiter wieder auf seine Deckung verlassen, wobei Torhüter Nils Ahlendorf einen überragenden Tag erwischte. Bis zum Zwischenstand von 8:8 verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich der TVS bis zum Halbzeitpfiff auf 12:8 absetzen konnte. Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste ihren Vorsprung bis in die Schlussphase auf 20:13 aus. Dann schwanden die Kräfte. Die Hausherren holten Tor um Tor auf und verkürzten 20 Sekunden vor Schluss auf 21:22. Simon Engels machte fünf Sekunden vor der Sirene endgültig alles klar. „Uns fehlten heute gerade im Rückraum die Alternativen, daher bin ich mit den beiden Punkten und der Einstellung der Mannschaft absolut zufrieden“, so Trainer Peter Wiedemann. Tore: M. Wiedemann (11/5), Knapinski (3), Engels, Franzen (je 2), T. Spoo, Schmidt, Grasbon, Prchalla und Tervoort.

Für den TuS Lintfort war‘s ein Spieltag zum Vergessen. Die Klosterstäder kamen bei der Zweitvertretung des OSC Rheinhausen mächtig unter die Räder und kassierten eine 10:29 (3:18)-Klatsche. Im Angriff wehte nicht einmal ein laues Lüftchen, denn der TuS fand überhaupt kein Mittel gegen die offensiv ausgerichtete Deckung der Gastgeber. Unkonzentrierte Würfe und eine Vielzahl technischer Fehler nutzte der OSC gnadenlos über Tempo aus. Und so war die Partie zur Halbzeitpause bereits entschieden.

Nach dem Wechsel lief‘s für den TuS zwar etwas besser, aber mehr, als den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen, war nicht drin. „Ich kann mich nicht erinnern, einmal nur zehn Tore und in einer Halbzeit nur drei Treffer erzielt zu haben. Wir haben im Angriff komplett versagt“, ärgerte sich der Kapitän Sebastian Küpper. „Wir haben uns vom OSC zu schnell den Schneid abkaufen lassen. Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken und im Kopf wieder klar werden.“ Tore: König (6/2), Y. Schatull (2/1), Markmann und Schoofs.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort