Rockenfeller wird Zweiter beim DTM-Auftakt

Am Niederrhein : Mike Rockenfeller wird Zweiter beim DTM-Auftakt

Die Neugier in der Automobilsportszene war riesengroß, wie sich die DTM des Jahrgangs 2019 mit ihren nagelneuen Fahrzeugen und den um mehr als 100 PS erstarkten Turbomotoren auf der Rennstrecke präsentieren würde.

Wie dicht Freud und Leid oft beieinander liegen, musste der Rennfahrer Mike Rockenfeller beim Saisonstart der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Hockenheimring feststellen. Nachdem der gelernte Kfz-Mechaniker am Samstag noch eine herausragende Leistung gezeigt und mit seinem Audi RS5 DTM als Zweiter den Zielstrich überquert hatte, machte ihm tags darauf die Technik einen Strich durch die Rechnung. Bereits nach sieben von insgesamt 37 Rennrunden rollte der mehr als 600 PS starke Tourenwagen aus.

Die Neugier in der Automobilsportszene war riesengroß, wie sich die DTM des Jahrgangs 2019 mit ihren nagelneuen Fahrzeugen und den um mehr als 100 PS erstarkten Turbomotoren auf der Rennstrecke präsentieren würde.

Mike Rockenfeller, bereits in der Vergangenheit als Reifenflüsterer bekannt, zeigte hier einmal mehr seine Qualitäten und umrundete im ersten Zeittraining den 4,574 Kilometer langen Kurs in 1:48,281 Minuten. Nur BMW-Pilot Marco Wittmann aus Fürth war mit seinem M4 DTM um den Hauch von 0,066 Sekunden schneller, so dass die beiden ehemaligen DTM-Champions sich am Samstag die erste Startreihe teilten. Auch im verregneten Rennen war mehr Feingefühl als Vollgas gefragt, denn auf dem nassen Asphalt drehten beim Herausbeschleunigen aus den engen Ecken selbst im vierten Gang noch die Räder der heckgetriebenen Fahrzeuge durch. „Um ehrlich zu sein, mein Start war granatenmäßig schlecht. Natürlich ist ein Platz auf der rechten Seite in Hockenheim immer schwierig, denn neben der Ideallinie liegt viel Gummi und es ist extrem glatt. Aber am Ende liegt es am Fahrer“, gab der ehemalige Förderpilot des Moersers Jörg van Ommen hinterher ganz offen zu. „Leider habe ich dann auch noch einen sehr schlechten ersten Reifensatz erwischt, mit dem nicht viel ging, so dass ich Marco nicht lange folgen konnte und auch meinen Markenkollegen René Rast vorbei lassen musste. Am Schluss habe ich von Renés Ausfall profitiert, konnte so als Zweiter über die Linie fahren. Insgesamt bin ich sehr glücklich über die 20 Punkte heute.“ Dabei sollte es auch bleiben, denn bereits am Sonntagmorgen stellten sich unerwartete technische Probleme am Audi RS5 ein, sodass der 35-jährige nur eine schnelle Qualifikationsrunde fahren konnte und sich am Ende mit der elften Position zufrieden geben musste.

Nach den ersten beiden von insgesamt 18 Rennen liegt Mike Rockenfeller in der Gesamtwertung auf Rang fünf. Weiter geht es bereits am übernächsten Wochenende, wenn die DTM in Zolder antritt.

(RP)
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