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Lokalsport: Robin von Radecke sagt SVS per WhatsApp ab

Lokalsport : Robin von Radecke sagt SVS per WhatsApp ab

Fußball-Landesliga: Der Offensivspieler zieht seine Zusage zurück und wechselt stattdessen lieber zum SV Hönnepel/Niedermörmter.

Es ist nicht neu, dass auch mancher Amateurfußballer wankelmütig ist, wenn's darum geht, den Verein zu wechseln. Robin von Radecke vom VfL Tönisberg gehört wohl zu diesen Spielern. Im Januar hatte der Offensivakteur Thomas von Kuczkowski jedenfalls mündlich zugesagt, in der nächsten Saison für den SV Sonsbeck aufzulaufen. In dieser Woche bekam der Trainer dann von ihm in einer WhatsApp-Nachricht mitgeteilt, dass er sich anders entschieden habe und dem SV Hönnepel/Niedermörmter anschließen werde.

Der Coach des SVS, der mit seiner Mannschaft noch um den Landesliga-Klassenerhalt kämpft, fiel aus allen Wolken. Die Beweggründe könne er nicht nachvollziehen: "Robin ist der Meinung, dass für ihn beim SV Hönnepel/Niedermörmter die Chancen besser sind, öfter als bei uns zum Einsatz zu kommen." Die Sonsbecker sind nun die Gelackmeierten. Da sich von Radecke für ein Auslandsjahr in Australien befindet, liegt kein schriftlicher Vertrag vor, so dass es auch keine finanzielle Entschädigung gibt.

Die Kaderplanung der Rot-Weißen ist dennoch weit fortgeschritten - obwohl zwei Spieltage vor Saisonende nicht klar ist, in welcher Klasse der SVS in der kommenden Saison auflaufen wird. Wie Heiner Gesthüsen, der Sportlicher Leiter, sagte, stehe das Grundgerüst. Und es werde sich nicht mehr viel ändern. "Wir halten natürlich Ohren und Augen auf. Wenn wir noch einen Spieler finden, der uns menschlich wie sportlich weiterbringt, könnte noch was passieren." Für die Offensive wird noch jemand gesucht.

Thomas von Kuczkowski und das Team konzentrieren sich derweil auf die letzten Partien. Am nächsten Sonntag empfängt der SVS den ESC Rellinghausen, eine Woche später geht's zu den SF Niederwenigern. Aktuell belegen die Rot-Weißen Rang elf. Stand jetzt steigen die letzten vier Mannschaften direkt ab. Der 14. spielt eine Relegation gegen den Zweiten der Bezirksliga, Gruppe 5. Das wäre derzeit der GSV Moers. Sollte sich aber NRW-Regionalligist KFC Uerdingen in den Aufstiegsspielen gegen Waldhof Mannheim durchsetzen, würde der 14. der Landesliga die Klasse halten und der 15. an der Relegationsrunde teilnehmen. Sonsbeck hat derzeit vier Punkte Vorsprung auf den 14. Platz, den pikanterweise Hö./Nie. belegt.

Sechs Neuzugänge sind unter Dach und Fach. Für die Defensive wurden Kai Robin Schneider (Hönnepel/Niedermörmter) und Jannis Pütz (SV Straelen) verpflichtet. Im zentralen Mittelfeld sollen Rückkehrer Stephan Schneider (Hönnepel-Niedermörmter) und Lewis Brempong (VfL Repelen) Akzente setzen. Den Konkurrenzkampf in der Offensive beleben Maik Hemmers (SV Straelen) sowie Maik Noldes (GSV Geldern).

Definitiv verlassen werden den Verein mit Peter Janßen (SV Uedem), Jonas Kremer (VfB Uerdingen) und Dennis Schmitz (Fichte Lintfort) drei Spieler. Timo Evertz und Jonas Gerritzen verstärken wegen ihrer beruflichen Situation den Sonsbecker A-Liga-Kader. Die Zukunft von Jonas Höptner und Sascha Tenbruck ist noch fraglich. Beide werden nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft gehören, wie von Kuczkowski mitteilte.

(RP)