Lokalsport: Renee Oymann langt im Schwarzwald gleich doppelt hin

Lokalsport : Renee Oymann langt im Schwarzwald gleich doppelt hin

Bei den Deutschen Fecht-Meisterschaften der B-Jugendlichen holt die Moerserin Einzel-Silber und Team-Bronze.

"Gold und Silber lieb ich sehr" heißt es in einem Volkslied. Gold ist es bei den Florettfechterinnen und -fechtern in Haueneberstein bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugendlichen nun nicht geworden. Doch Renee Oymann kam im Jahrgang 2004 immerhin mit Silber vom Rande des Schwarzwalds zurück. Und die Mädels holten mit dem Team prompt noch Bronze. Eine tolle Ausbeute.

Neben Renee Oymann mischten noch Viviana Polotzek, Amelie Wetzling und Vivian Marie Hendler kräftig mit. Vivian Marie Hendler kam leider nicht über die Vorrunde hinaus, wurde 38., und in der K.-o.-Runde unterlagen Viviane Polotzek der Berlinerin Nelly Semper und Amelie Wetzling der Wolfsburgerin Leia Johanna Leister aus Wolfsburg. Beiden Moerserinnen hatten schon über den Hoffnungslauf gehen müssen. Amelie Wetzling wurde aber 21., direkt hinter der 20. Viviana Polotzek. Renee Oymann ging aber unbeirrt ihren Weg, hatte nach dem 10:3 gegen Jennifer Voskuhl aus Münster und 10:7 gegen Liliane Hassinger aus Mannheim bereits Bronze sicher. Im Halbfinale schlug sie Lina Elisabeth Wemme aus Radebeul klar und hielt auch lange den Finalausgang gegen Marie Höfler aus Weinheim offen. Doch am Ende unterlag Renee Oymann mit popeligen zwei Punkten.

"Renee hat heute hervorragend gefochten. Sie hat hier nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen und ist Deutsche Vizemeisterin", freute sich der Moerser Trainer Saeid Nourouzi nach dem Finale.

Bei den jüngeren Mädchen des Jahrgangs 2005 war auch Nicole Hartfelder für die DM qualifiziert. In ihrem ersten großen nationalen Turnier schlug sie sich hervorragend, wurde am Ende Zehnte.

Bei den Jungs starteten Nick Emde-Marbach, Emmanuel Hagene, Maximilian Jobst und Alexander Hilbrandt. Nach überstandener Vorrunde schied Emmanuel Hagene bei seiner ersten DM als 45. aus.

Nick Emde-Marbach siegte weiter, Alexander Hilbrandt und Maximilian Jobst mussten in den Hoffnungslauf. Dorthin verschlug es anschließend auch Nick Emde-Marbach. Eine Extrarunde, die alle Moerser Fechter meisterten. Am Ende wurde Alexander Hilbrandt 19. vor dem 22. Maximilian Jobst. Auf dem Weg ins Viertelfinale traf Nick Emde-Marbach leider auf den späteren Bronzemedaillengewinner Noah Heitz aus Saarbrücken, und schied als sensationeller Neunter aus dem DM-Turnier aus.

"Eine Top-10-Platzierung und gute Leistungen der Jungs. Das sind doch prima Ergebnisse", freute sich deshalb auch Moerser Trainers Matthias Block.

Im Teamwettbewerb holten einen Tag später die Moerser Mädels als Nordrhein 1 mit Renee Oymann, Amelie Wetzling, Viviane Polotzek und Vivian Marie Hendler nach einem 43:36 gegen Württemberg Platz drei. Nicole Hartfelder wurde im Team Nordrhein II Zehnte von 24 Mannschaften - sie trafen im ersten K.-o.-Gefecht auf Nordrhein I.

Die Herren mit Alexander Hilbrand, Nick Emde-Marbach und Maximilian Jobst sowie Kilian Weber von Eintracht Duisburg, wurden als Team Nordrhein II 14. von 26 Teams.

"Für den Fechtclub Moers geht damit eine tolle Saison zu Ende. Mit insgesamt vier DM-Medaillen in dieser Saison können wir mehr als zufrieden sein. Danke auch an das Trainerteam für die geleistete Arbeit", so Markus Tenbergen, 1. Vorsitzender des FC Moers. "Eine lange Pause wird es allerdings nicht geben. Bereits am Pfingstwochenende geht es mit dem Montan-Turnier in Duisburg um Punkte auf der Rheinischen Rangliste - aber bereits für die kommende Saison."

Das mittlerweile 40. Internationale Montan-Turnier in der Nachbarstadt steht unter dem Titel "Stahl trifft Feuer" und steigt vom 18. bis 21. Mai in der Halle Krefelder Straße, Rheinhausen.

(zak)
Mehr von RP ONLINE