Tennis: Rekorde für die Ewigkeit

Tennis: Rekorde für die Ewigkeit

Der Kamp-Lintforter Mark Joachim gewinnt zum sechsten Mal in Folge einen Titel bei den nationalen Tennis-Meisterschaften der Jungsenioren. Dass es ein verkürztes Endspiel gab, war ihm so unrecht nicht.

Überraschungen sehen eigentlich anders aus. Seinen sechsten Titel in Folge hat Mark Joachim bei den gerade beendeten 25. nationalen Hallen-Tennismeisterschaften der Jungsenioren in Eggenstein bei Karlsruhe errungen. So ganz nebenbei hat der Kamp-Lintforter auch noch einige Rekorde aufgestellt. Der 36-Jährige gewann seinen zehnten Deutschen Meistertitel. In Eggenstein bekamen die Kontrahenten schon das Zittern, wenn sie nur seinen Namen hörten. Denn seit nunmehr 30 Spielen ist Joachim im Rahmen der Karlsruher Titelkämpfe unbesiegt.

Spielpraxis blieb auf der Strecke

Nach vier Erfolgen bei den Herren 30 war es für ihn nun der zweite Sieg bei den Herren 35. Die Zeit bleibt eben nicht stehen, was auch der Kamp-Lintforter in diesen Wochen feststellen musste. Da war's nämlich zuletzt ein wenig viel gewesen mit der Arbeit auf dem Tennisplatz, sprich: der Schulung junger Talente. Der Tennislehrer hat in den vergangenen Monaten sowohl auf der heimischen Anlage der Kamp-Lintforter Blau-Weißen als auch in seiner Geburtsstadt, beim Gladbacher HTC, sieben Tage in der Woche unter den Dächern der Hallen mit einer Vielzahl von Talenten gearbeitet. Auf der Strecke blieb da die eigene Spielpraxis. Und als dann um den Titel gespielt wurde, ging es nicht ohne Blessur ab. Mit einem lädierten Sprunggelenk und nicht ohne Sorgen hatte Joachim in diesem Jahr die Reise nach Eggenstein angetreten. Aber die Fahrt zu den Meisterschaften gehört für ihn inzwischen zum (angenehmen) Pflichtprogramm. Da mussten dann eben Schmerztabletten helfen, um die ersten drei Auftritte erfolgreich und schmerzfrei zu absolvieren.

"Das war schon komisch", berichtet der Serienmeister, "aber je mehr ich gespielt habe, desto besser ging es meinem lädierten Fuß!" So richtig böse allerdings war er dann doch nicht, als das Finale gegen Zbynek Novak ein vorzeitiges Ende nahm. Der Kontrahent vom TV Lauf gab bei einer 6:3, 2:0-Führung Joachims im zweiten Satz verletzungsbedingt auf. "Novak ist ein wirklich guter Spieler", sparte der Gewinner nicht mit Lob und Respekt für seinen Finalgegner. "Der hätte mir richtig gefährlich werden können!"

Bei den Kamp-Lintfort Open dabei

Jetzt wird sich der Kamp-Lintforter in seiner Wohnung in aller Ruhe den Turnierkalender der kommenden Wochen anschauen und sich überlegen, wann und wo er wieder ins Spielgeschehen eingreifen will. Ein Termin allerdings steht bereits fest und ist auch besonders dick unterstrichen. Bei den Kamp-Lintfort Open vom 14. bis zum 17. Juli will der Deutsche Meister seinen Titel verteidigen. Dort ist Joachim bereits dreimaliger Gewinner. Noch ein Rekord, den ihm so schnell niemand nehmen wird.

(RP)