Lokalsport: Pech in Berlin, Frustbewältigung gegen Berlin

Lokalsport : Pech in Berlin, Frustbewältigung gegen Berlin

Tennis, Zweite Bundesliga: Dem 3:6 bei den Rot-Weißen lässt der TC Moers 08 ein 7:2 gegen Zehlendorf folgen.

Am Samstag haderten Verantwortliche und Spielerinnen vom TC DD Daumann 08 Moers noch mit ihrem Schicksal, aber gestern betrieben sie in der 2. Tennis-Bundesliga Frustbewältigung. Denn der ärgerlichen 3:6-Niederlage, die es zunächst bei Rot-Weiß Berlin gegeben hatte, ließ das Moerser Team gestern einen souveränen 7:2-Heimerfolg gegen den SV Zehlendorfer Wespen folgen.

In Berlin war die Begegnung mit den "Rot-Weißen" von widrigen Umständen geprägt. Regenfälle sorgten für mehrere Unterbrechungen und "Umzüge" in die Halle, die den Rhythmus störten. Insgesamt waren die Teams von 9 bis 21 Uhr auf der Anlage, ehe die Begegnung endlich beendet werden konnte. Und das überraschend mit der zweiten Moerser Saison-Niederlage, die Manager Stefan Hofmann aber nicht überbewerten wollte: "Natürlich war das ärgerlich, aber für unsere Saison nicht entscheidend. Da hat die Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Hannover mehr geschmerzt."

In den Einzeln gelang es nur Nina Kruijer und Michaela Honcova für Moers zu punkten. Während Kruijer sich ganz souverän gegen Adelina Krüger durchsetzte, musste Honcova kämpfen. Schließlich setzte sie sich gegen Ana Savic aber noch im Champions-Tiebreak durch.

Nicole Thijssen schaffte das "Kunststück", bei ihrer Zwei-Satz-Niederlage gegen Santa Strombach im zweiten Durchgang eine 4:0-Führung zu verspielen. Eine umstrittene Fußfehler-Entscheidung brachte Olga Kalyuzhnaya, die bis dahin mit 6:4 und 3:1 in Führung gelegen hatte, vom Erfolgsweg ab. Sie ließ sich danach noch abfangen und unterlag schließlich im Champions-Tiebreak.

Und es kam schlimmer für die Gäste, denn aus dem 2:2-Zwischenstand wurde sogar noch ein 2:4 zum Abschluss der Einzel. Andrea Gamiz musste ihr Match mit einer Knieverletzung aufgeben, und Marina Melnikova brach nach vergebenem Satzball im ersten Durchgang ein.

Somit hätte es drei Doppelsiege für Moers gebraucht, um das Blatt noch zu wenden, doch dazu langte es nicht. Zwar stand Suzan Lamens als Ersatz für Gamiz bereit, doch nur Melnikova/Honcova konnten noch einen Punkt holen.

Gestern hatte das Team, das sein Saisonziel "Wiederaufstieg" mit bereits zwei Niederlagen deutlich verpasst hat, die Möglichkeit zur Frustbewältigung. Und diese nutzten die Moerserinnen in ihrem Heimspiel gegen das sieglose Tabellenschlusslicht SV Zehlendorfer Wespen. Die Berliner Aufsteigerinnen mussten die weite Heimfahrt mit einer 2:7-Niederlage im Gepäck antreten.

"Das war zu leicht, aber besser so als anders", resümierte dann auch Olga Kalyuzhnaya nach dem letzten Matchball im Doppel. Besonderen Grund zur Freude hatte Geburtstagskind Nicole Thijssen, die an ihrem 29. Ehrentag im Doppel und im Einzel punktete. Mit fünf glatten Siegen entschied Moers die Begegnung schnell für sich, nur Marina Melnikova ließ sich nach schöner Aufholjagd noch im Tiebreak abfangen. Auf ein Doppel verzichteten die Gastgeberinnen, weil sich Patricia Mayr-Achleitner erneut mit Rückenproblemen herumplagte.

Zum Abschluss spielt der TC 08 am kommenden Sonntag um 11 Uhr beim Marienburger SC - wohl nur noch um Platz drei.

(RP)