Fußball: Nur Scherpenberg gelingt ein Treffer

Fußball : Nur Scherpenberg gelingt ein Treffer

Im Landesliga-Spiel im Scherpenberger Wäldchen hadert der SV Sonsbeck mit der Chancenverwertung. Am Ende hat der Aufsteiger knapp die Nase vorn.

Dass ausgerechnet zum Derby der Fußball-Landesliga den Gästen vom SV Sonsbeck auf der Asche beim SV Scherpenberg deren Torjäger Danny Rankl gesperrt fehlte, tat den Gästen um Trainer Günter Abel weh. Scherpenbergs Kay Bartkowiak konnte diesen Umstand mit seinem gut besetzten Team am Ende mit dem 1:0 (1:0)- Erfolg nutzen.

Und die Partie startete gleich mit viel Feuer und ansehnlichen Chancen. Die größte bis dahin hatte Maximilian Fuchs, als er von Luca Terfloth bedient wurde. Nur fehlte Fuchs etwas die Kraft zum Führungstreffer (13. Minute). Den erledigte dann mit der noch besseren Möglichkeit Namensvetter Maximilian Stellmach für Scherpenberg im direkten Gegenzug.

Und nur zwei Minuten später war es wieder Fuchs, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Doch Scherpenbergs Torhüter Dominik Weigl parierte aus kurzer Distanz prächtig. Beide Teams erarbeiteten sich nun Chancen fast im Drei-Minuten-Rhythmus. Lukas Vengels verpasste ganz knapp per Kopf das Tor (18.) und Stellmach den Ball mit dem Fuß (29.). So ging es bis zur Pause.

Und auch nach der Unterbrechung blieben beide Mannschaften gefährlich. El Houcine Bougjdi traf nach einem katastrophalen Abwehrschnitzer von Kristof Prause zum Glück für die Gäste nur die Latte (46.). Ein Schuss vor den Bug. Doch nach einer Stunde Spielzeit machte Prause seinen Fehler wieder gut. Mit einem tollen Pass bediente er Fuchs, der aber im Abseits war. Vier Minuten später hatte dann Stefan Kapuscinski eine Chance, doch die Scherpenberger Abwehr klärte auf der Linie. Allerdings hatte sich der Landesliga-Aufsteiger aus Moers nicht gänzlich auf die Defensive verlegt. Im Gegenteil. Almir Sogolj war es, der Tim Weichelt zu einer Glanzparade zwingen konnte (72.).

Sonsbeck warf nun alles nach vorne. Doch der Ausgleichstreffer wollte nicht fallen. Genauso wenig wie das zweite Tor der Hausherren. "Wir haben 13 Minuten richtig gut gespielt und danach damit aufgehört", haderte Kay Bartkowiak zum Teil mit der Leistung seines Teams. Doch er freute sich auch über den am Ende "eher glücklichen Sieg."

"Wir schießen hier einfach kein Tor, das ist unser Problem", sagte dann auch Günter Abel. Er ärgerte sich obendrein auch noch, wie das Tor des Tages gefallen ist: "Da haben wir auf der linken Seite gepennt - auch wenn der lange Ball gut gespielt war, haben wir das katastrophal verteidigt." Dazu kam für ihn noch der ungewohnte Untergrund. Und trotz der Niederlage fand Abel nach der Partie noch Zeit, Schiedsrichter Robin Schuffelen zu loben.

(RP)
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