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Handball: Nur eine Pflichtaufgabe für TuS-Frauen

Handball : Nur eine Pflichtaufgabe für TuS-Frauen

Die Lintforter Handballerinnen gewinnen in der Dritten Liga beim Aufsteiger TV Bassenheim deutlich mit 35:22 (20:10). Dabei scheidet Tatjana van den Broek Mitte der ersten Halbzeit nach einer Abwehraktion mit einer Fußverletzung aus.

Wie nicht anders zu erwarten war, gewann der Spitzenreiter TuS Lintfort beim stark abstiegsgefährdeten TV Bassenheim deutlich mit 35:22 (20:10). "Wir haben unsere Pflichtaufgabe heute erledigt, auch wenn es nicht das gelbe vom Ei war", betonte die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff. In Bassenheim mussten die Klosterstädterinnen auf Sina Schronz, Meike Krogmann (beide verletzt) und Yvonne Fillgert (privat verhindert) auskommen und waren damit in ihren Möglichkeiten schon eingeschränkt.

Mitte der ersten Halbzeit verschlimmerte sich die Personalsituation noch, als Tatjana van den Broek bei einer Abwehraktion mit dem Fuß umknickte und ausgewechselt wurde. Da die Lintforterinnen bis dahin bereits einen größeren Vorsprung herausgespielt hatten, ging die Trainerin kein Risiko ein und beließ die Niederländerin bis zum Ende auf der Aufwechselbank. Dabei taten sich die Gäste anfangs richtig schwer. In der Deckung offenbarten sie im 1:1-Verhalten die eine oder andere Schwäche und lagen nach acht Minuten überraschend mit 4:5 im Hintertreffen. Erst als der TuS dann die Deckung umstellte und Mannschaftsführerin Caroline Mook offensiv agierte, setzte sich der Favorit nach und nach ab.

"Caro war heute mit Abstand unsere beste Spielerin", lobte Bettina Grenz-Klein. "Sie brachte die notwendige Stabilität in die Deckung und war im Angriff ein steter Unruheherd für Bassenheim." Auf der vorgezogenen Abwehrposition wechselte sich Mook mit der genesenen Alina Grijseels ab, die wegen eines grippalen Infekts zwei Spiele hatte aussetzen müssen. Während sie in der Deckung ihre Aufgabe mit Bravour löste, war sie im Angriff noch ein Stück von ihrer Bestform entfernt. "Vorne agierte Alina etwas unglücklich", konstatierte ihre Trainerin. "Trotz ihrer Schnelligkeit konnte sie die vorhandenen Lücken nicht nutzen." Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselten die Gäste dann munter durch. Dadurch entstand zunächst ein Bruch im Lintforter Spiel.

Erst als Stephanie Wojtowicz auf Linksaußen zur Höchstform auflief, setzte sich der Spitzenreiter weiter ab. In den letzten Minuten kam dann jedoch ein erneuter Einbruch und die Gastgeberinnen konnten nochmals ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. "Mit ist es nicht wichtig 45:20 zu gewinnen", betonte Bettina Grenz-Klein. "Wenn ein Spiel zu unseren Gunsten entschieden ist, dann müssen auch einmal die Spielerinnen zum Einsatz kommen, die sonst häufiger auf der Bank sitzen." Beim eher bieder auftretenden TV Bassenheim war es einzig Jennifer Schmitt, die die Lintforterinnen immer wieder vor Probleme stellte.

(ut)