Niederrhein: Rockenfeller will in Zolder angreifen

Motorsport am Niederrhein : Rockenfeller will in Zolder angreifen

Die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft kommt am Wochenende nach 17 Jahren wieder „nach Hause“ nach Belgien.

Der Circuit Zolder bei Hasselt in der belgische Provinz Limburg ist am Wochenende Austragungsort des zweiten Rennwochenendes der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Nur 14 Tage nach dem Saisonauftakt in Hockenheim treffen Aston Martin, Audi und BMW mit ihren nagelneuen, mehr als 600 PS starken Tourenwagen ein weiteres Mal aufeinander und alle drei Hersteller hoffen darauf, den zahlreichen Motorsportfans wieder eine tolle Show bieten zu können.

Für Überraschungen dürfte auf jeden Fall auch bei den Saisonläufen drei und vier gesorgt sein, denn die 4,003 Kilometer lange Rundstrecke hat mit ihren engen Kurven eine völlig andere Charakteristik als der baden-württembergische Grandprix-Kurs.

Audi-Pilot Mike Rockenfeller war gerade mal ein knappes halbes Jahr alt, als auf dem Circuit Zolder am 11. März 1984 so etwas wie die „Geburtsstunde“ der DTM schlug. Damals war sein späterer Förderer,  der Moerser Jörg van Ommen, noch selbst am Start und trug sich am Steuer einer Rover Vitesse als erster Polesetter der neuen Tourenwagenserie in die Geschichtsbücher ein. In den Folgejahren wurde der Saisonauftakt in Zolder zur Tradition und in kurzer Zeit avancierte die Veranstaltung unter dem Namen „Bergischer Löwe“ zu einem absoluten Publikumsmagneten, was sicher auch daran lag, dass im deutschen Kfz-Handel jedes Jahr -zigtausende Freikarten verteilt wurden. Das bis dato letzte DTM-Rennen in Zolder wurde am 5. Mai 2002 gestartet. Im gleichen Jahr trat auch Mike Rockenfeller zum letzten Mal in Zolder an, allerdings noch nicht mit einem DTM-Fahrzeug.

Ende 2001 war der gelernte Kfz-Mechaniker als Gewinner der Jörg van Ommen-Kartserie auf Vermittlung des Moersers von Porsche zu einer Sichtung eingeladen worden und beeindruckte die Verantwortlichen damals so nachdrücklich, dass er ab dem Folgejahr als Junior-Pilot ein Cockpit im Porsche Carrera Cup erhielt. Der weitere Verlauf von „Rockys“ Erfolgsgeschichte ist bekannt: Nach dem Gesamtsieg im Carrera-Cup sowie einem kurzen Auslandsgastspiel in den USA dockte er 2007 als Werksfahrer bei Audi an und gehört heute zu den erfahrensten Piloten in der DTM.

Am Samstag ermitteln die 18 Piloten um 10.35 Uhr im Zeittraining die Reihenfolge für den ersten Lauf, der um 13.30 Uhr gestartet wird. Sonntags findet das Qualifying bereits zehn Minuten früher statt, das Rennen jedoch ebenfalls um 13.30 Uhr. Sat1-TV überträgt.

Im Rahmenprogramm präsentieren sich die Belcar Endurance Championships, der Carrera Cup Benelux und die neue W-Series, in der ausschließlich schnelle Rennladys startberechtigt sind.

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