Lokalsport: Nicht berauschend, aber souverän

Lokalsport: Nicht berauschend, aber souverän

Frauenhandball, Dritte Liga: Nach einem trägen Beginn steigern sich die Spielerinnen des Tabellenführers TuS Lintfort und schicken den Tabellenletzten TB Wülfrath mit einer deutlichen Niederlage nach Hause.

Es sind genau die Spiele, die ein wenig unangenehm sind, weil die hohe Erwartungshaltung oftmals nicht erreicht wird. Der TuS Lintfort, verlustpunktfreier Tabellenführer in der 3. Handball-Liga der Frauen, hatte gestern Nachmittig das abgeschlagene Schlusslicht von TB Wülfrath zu Gast. Und jeder hatte wohl in Vorfeld dieser Partie damit gerechnet, dass die TuS-Spielerinnen diesen Gegner nach allen Regeln der Handball-Kunst und überaus deutlich aus der Eyller-Halle "schießen" würden.

Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein brachten letztendlich ein standesgemäßes Ergebnis nach einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei zustande und besiegten Wülfrath mit 35:22 (15:12).

Die Partie begann aus Lintforter Sicht etwas träge. Es war sicherlich schwer, gegen diesen unterlegenen Gegner die nötige Einstellung zu finden. So fehlte doch einige Male die Konzentration, so wie beim eigenen Abschluss oder in der Defensive, als sich die TuS-Spielerinnen gleich einige "Dinger einschenken ließen". Die Gastgeberinnen taten sich dann auch sichtlich schwer (9:7/16./12:10/27.).

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Der TuS Lintfort konnte in Hälfte zwei allerdings eine deutliche Leistungssteigerung hinlegen. Dem Team gelang es vor allem das Tempo anzuziehen und die Gäste aus Wülfrath somit gezielt unter Druck zu setzen. Allein aus der Tatsache, dass die Geschwindigkeit erhöht wurde, ergaben sich zahlreiche Möglichkeiten die fortan von den Lintforterinnen auch konsequent genutzt wurden. Die Mannschaft setzte sich kontinuierlich ab und hatte in der Schlussphase selbst in der Deckung keinerlei Probleme mehr.

Lisan van Hulten, die erst gerade nach ihrem Wadenbeinbruch genesen ist, zog sich kurz vor dem Abpfiff eine Platzwunde am Kopf zu.

"Unsere Leistung war nicht unbedingt berauschend, aber sie war in Ordnung" betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein, die auf die beiden Stammkräfte Eva Legermann und Angelika Bensch verzichten musste. "Ich bin auch der Meinung, dass die Begegnung zum Ende hin deutlich an Attraktivität hinzugewonnen hat. Mit den 35 erzielten Treffern bin ich absolut einverstanden, in der Defensive allerdings haben wir ein paar Gegentore zu viel kassiert."

(RP)