Neukirchen-Vluyn: Anna Pauline Saßerath verteidigt NRW-Meistertitel nur knapp

Triathlon in Neukirchen-Vluyn : Anna Pauline Saßerath verteidigt NRW-Meistertitel nur knapp

Die Neukirchen-Vluynerin gewann die Meisterschaft nur mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor der Konkurrentin aus Münster.

Nachdem die Vluyner Triathletin Anna Pauline Saßerath vorletztes Wochenende ihren letzten Offroad-Formtest für die Deutsche Meisterschaft im Crosstriathlon (Mitte August im sächsischen Zittau) mit dem Sieg beim Schalkenmehrener Vulkan-Crosstriathlon erfolgreich absolviert hatte, ging es jetzt  in Rheine nochmal kurz zurück auf die Straße zur NRW-Meisterschaft.  Erst nach langer Auswertung des „virtuellen“ Zielfotos stand fest: Die Crosstriathlon-weltmeisterin 2019 konnte auch dieses Jahr im Sprint wieder den Siegerpokal in ihre Sammlung einreihen und den Titel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen.

 Allerdings war es nur eine Zehntelsekunde, welches sie von Kristin Hemmers aus Münster trennte. Diese war beim Channel-Triathlon in Rheine im Rahmen des Regionalligarennens der Frauen mit zehn Minuten Zeitdifferenz hinter dem offenen Feld, in dem Anna Pauline Saßerath startete, auf die Strecke gegangen und somit kam es nun zu einem virtuellen Kopf-an-Kopf-Rennen. „Wäre es direkt gegeneinander zu einem Zielsprint gekommen, hätte ich es wahrscheinlich sehr schwer gegen Kristin gehabt, aber heute hatte ich das Quentchen Glück auf meiner Seite“, freute sich Saßerath über die erneute Triathlon-Meisterschaft auf der Sprintdistanz.

 Bei optimalen äußeren Bedingungen und Neoprenverbot waren zunächst 750 Meter im Dortmund-Ems-Kanal auf einer Wendepunktstrecke zu absolvieren. Saßerath konnte knapp hinter den schnellsten Männern eine der besten Schwimmzeiten abliefern und wechselte auf die sehr windanfällige 20 Kilometer lange Radstrecke. Auch hier zeigte sie von Anfang an, dass sie im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden wollte und verschaffte sich eine glänzende Ausgangsposition für den abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf, bei dem sie sich nach gut einer Stunde Rennzeit knapp den Titel sichern konnte. „Für Kristin ist es natürlich ziemlich bitter, so knapp am Titel vorbei zu schrammen, aber es war eben eine Entscheidung der Jury und der elektronischen Zeitmessung, nicht uns beide auf Platz eins zu werten“ sprach die neue Titelträgerin aus, was viele dachten.

 Die restlichen Tage bis zur Deutschen Meisterschaft am nächsten Samstag werden für Anna Pauline Saßerath nochmal mit ganz gezielten Trainingseinheiten von Trainer Benjamin Herrera gestaltet, damit sie zum zweiten Saisonhöhepunkt topfit an den Start gehen kann. Dort ebenfalls am Start wird ihr fünf Jahre älterer Bruder Maximilian sein, der sich bei den Profis im Rennen um den nationalen Titel viel vorgenommen hat. Die Referenz, den Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle vor gut zwei Wochen beim Heidelbergman, einer der anspruchsvollsten Kurzdistanz Triathlons in Deutschland, geschlagen zu haben, rechtfertigen diese Ambitionen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE