Volleyball: Neu formierte Mannschaft des Moerser SC gibt sich zuversichtlich

Volleyball : Neu formierte Mannschaft des Moerser SC gibt sich zuversichtlich

Was kann diese Mannschaft des Moerser SC leisten? Jahr für Jahr stellen sich die MSC-Fans die gleiche Frage. Wieder gab es einen Umbruch, in Zuspieler Nico Freriks, Außenangreifer Ewoud Gommans, Diagonalangreifer Michael Olieman oder Mittelblocker Henning Wegter verließen starke Spieler den Verein. Aber auch Kontinuität ist zu erkennen. In Chang Cheng Liu und Michael Kohne steuern dieselben Trainer wie in der vergangenen Saison die sportlichen Geschicke der Bundesliga-Mannschaft. Und immerhin sechs Spieler blieben: Tobias Neumann, Kapitän Tim Broshog, Oskar Klingner, Tom Weber, Lukas Schattenberg sowie Libero Óscar Rodriguez sind weiterhin an Bord.

Zwei Zugänge kommen aus den Niederlanden: Jelle van Jaarsveld und Joris Marcelis dürften das Zeug haben, sich in der Bundesliga zu behaupten. Fast schon ein "alter Haudegen" ist Tim Elsner, der lange für den West-Rivalen Evivo Düren gespielt hat. Er dürfte ebenfalls wichtig für die Moerser Annahme sein, immerhin hat er auch etliche Champions-League-Einsätze auf dem Buckel. Ihn zog es nun in die Grafenstadt, weil er sich hier eine bessere Vereinbarung von Beruf und Leistungssport verspricht. "Außerdem will ich hier wieder mit um die vorderen Play-off-Positionen spielen. Das ist zwar ein hartes Stück Arbeit, aber wir können das packen", sagt der 29-jährige Routinier. Immerhin holte der MSC bei der ELE-Challenge in Bottrop die ersten Siege in der Vorbereitung. Trainer Liu sagt zwar beharrlich: "Mir ist es vollkommen egal, ob wir gewinnen oder verlieren, am Ende der Vorbereitung muss erst die Form stimmen." Doch fürs Selbstvertrauen sind solche Erfolge allemal gut.

In der Mitte muss sich der MSC nicht sorgen. Neben Broshog und Klingner lauert hier Junioren-Nationalspieler Noah Baxpöhler auf seine Chance. Er ist ambitioniert und wird sich auf Dauer nicht mit einem reinen Reservistendasein zufriedengeben. Er ist aber nicht der einzige Youngster, der den Weg zum MSC fand. Nicolas Marks, 19 Jahre alter Annahme- und Außenspieler vom VCO Berlin, kam auch als Talent. Er soll ebenso wie Lukas Schattenberg den etablierteren Akteuren Konkurrenz bereiten. Mit 25 Jahren ist Moritz Müller da schon vergleichsweise erfahren. Sechs Jahre lang spielte er für die RWE Volleys Bottrop in der Ersten und Zweiten Bundesliga. Auch Müller wird im Annahmebereich und als Außenangreifer eingesetzt. Fragt man Trainer und Spieler nach den Aussichten der Mannschaft, dann klingt Optimismus durch: "Mein Ziel ist ein Platz unter den besten vier Teams", sagt MSC-Coach Liu. Kapitän Broshog erklärt: "Hinter Friedrichshafen, Berlin und Haching sind wir sicher dabei, wenn es um die Play-off-Ränge geht." Und Elsner ergänzt: "Bühl, Düren und Rottenburg werden sich mit uns um einen vorderen Platz im Mittelfeld streiten."

(NJ)
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