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Handball: Nach schlechtem Start noch Fünfter

Handball : Nach schlechtem Start noch Fünfter

Dank einer starken Rückrunde haben die Handballerinnen des TuS Lintfort die Saison in der 3. Liga noch sehr positiv abgeschlossen. Trotz einiger Abgänge sieht Trainerin Bettina Grenz-Klein optimistisch in die Zukunft.

Als die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort im vergangenen Oktober den Abstiegsplätzen gefährlich nahegekommen waren, sprach nicht allzu viel für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Doch die Klosterstädterinnen machten seitdem eine gute Entwicklung durch und schlossen die Spielzeit noch auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz ab. Bei der Suche nach den Gründen für den durchwachsenen ersten Saisonabschnitt fällt als Erstes der Spielplan ins Auge, der in den Heimspielen zunächst ausnahmslos dicken Brocken bereithielt.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die Klosterstädterinnen auswärts nicht immer sehr geschickt anstellten. Als sich dann auch noch Regisseurin Felicia Idelberger Idelberger Anfang Oktober einen Kreuzbandriss zuzog, tauchten schwarze Wolken am Lintforter Himmel auf. "Damit war im Prinzip die gesamte Vorbereitung für die Katz", betont die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Wir mussten auf der wohl zentralsten Position eine neue Spielerin installieren, und das braucht erfahrungsgemäß seine Zeit." Zum Glück für den TuS konnte in Angelika Bensch schnell eine neue Rückraumspielerin verpflichtet werden, die allerdings ihre Zeit benötigte, um sich in die Mannschaft zu integrieren. Doch je weiter dieser Prozess fortschritt, desto stärker wurden die Lintforterinnen. Insbesondere die stabile Deckung war ein Garant für den Aufschwung. In der Rückrunde gelang es dem TuS dann, das vorhandene Potenzial vollends abzurufen. Konz, Gedern-Nidda und Bascharage wurden demontiert und auch gegen die beiden Spitzenmannschaften aus Kleenheim und Beyeröhde konnten nach großartigen Vorstellungen bezwungen werden. "Anfangs waren unsere Leistungen noch ein stetes Auf und Ab. Den fünften Platz hat sich die Mannschaft aber wegen der starken Rückrunde verdient", betont Bettina Grenz-Klein. "Allerdings war ich in der gesamten Saison mit der Fehlerquote beim Tempospiel nicht zufrieden, hier ist durchaus noch eine Steigerung möglich." Das ist sicherlich auch ein wichtiger Aspekt für die kommende Spielzeit, denn im Angriff ist der TuS immer noch auf seine Haupttorschützinnen Vanessa Idelberger und Prudence Kinlend angewiesen, da wäre der Tempogegenstoß eine weitere Option.

In Sophia Kochs (Köln), Felicia Idelberger (Beyeröhde), Vanessa Dings (Pause), Alina Gassen (Düsseldorf), Larissa Hel (Karriereende) und Selina Görres (Ziel unbekannt) verliert der TuS Lintfort gleich sechs Spielerinnen, denen jedoch in Tatjana van den Broek (Venlo), Eefje Huijsmans (Hasselt), Jessica Jochums (Leverkusen), Marie Groetelaers (Straelen), Sina Schronz (Lobberich) und Maike Krogmann (Mülheim) sechs Zugänge gegenüberstehen. "Qualitativ sind wir dadurch keinesfalls schlechter geworden", glaubt die Trainerin. Freilich hätte sie nichts dagegen, Platz fünf zu wiederholen, aber eine Prognose will sie aktuell noch nicht abgeben. Zum einen habe die Mannschaft noch nicht zusammengespielt, zum anderen sei noch unbekannt, was sich bei der Konkurrenz getan hat. "Auf dem Papier lässt sich viel hin- und herschieben, die Realität sieht aber anders aus."

(ut)