MSV Duisburg verzichtet auf Sommer-Trainingslager

Fußball am Niederrhein : Der MSV Duisburg startet die Vorbereitung am 12. Juni

Der künftige Fußball-Drittligist bestreitet sein erstes Testspiel am 16. Juni beim A-Ligisten SV Wanheim. Diesmal wird auf ein Trainingslager verzichtet.

Beim SV Wanheim 1900 ist die Freude groß. Der A-Kreisligist wird erster Testspiel-Gegner des künftigen Fußball-Drittligisten MSV Duisburg sein. Am Sonntag, 16. Juni, treffen die Wanheimer auf ihrem Rasenplatz am Honnenpfad auf die neue Zebra-Mannschaft. Der MSV veröffentlichte am Dienstag die ersten Termine der Saisonvorbereitung.

Am Mittwoch, 12. Juni, kommt die Mannschaft erstmals in Meiderich zusammen, am folgenden Tag steigt um 17 Uhr die erste öffentliche Übungseinheit. Ein klassisches Sommertrainingslager wird es in diesem Jahr nicht geben. Der MSV will damit Geld sparen. Zudem legt der Verein Wert darauf, dass sich die neue Mannschaft von Beginn an mit Duisburg fest verwurzelt. In den letzten Jahren war St. Johann in Tirol das Stammquartier der Meidericher gewesen. „Wir wollen dem gesamten Team deutlich machen, wie wichtig unsere Heimat ist – und wie wichtig es ist, dass die Spieler Duisburg und den MSV verstehen“, zitiert der MSV seinen Sportdirektor Ivica Grlic in einer Mitteilung. Auch im Falle des Klassenerhalts hätte der MSV aus diesem Grund auf eine weite Reise verzichtet.

Am Freitag, 23. Juni, 19 Uhr gastiert der MSV beim Landesligisten SV Sonsbeck. Die Sonsbecker feiern ihr 100-jähriges Bestehen, die Zebras gratulieren mit einem Gastspiel an der Parkstraße. Am Sonntag, 25. Juni, steigt im Homberger PCC-Stadion die dritte Auflage des Duisburg-Spiels. Um 15 Uhr trifft der Drittligist auf eine Duisburger Amateur-Auswahl. Das Traditionsturnier wird in diesem und in den nächsten Jahren nicht mehr stattfinden. In den Sommerpausen soll die Sanierung des Arena-Daches erfolgen.

Am Montag hatte der MSV den Abschied von zwölf Spielern bekannt gegeben. Mehrere Akteure nutzten die sozialen Medien, um sich von den Fans zu verabschieden. Borys Tashchy schreibt: „Manchmal läuft im Fußball nicht immer alles so, wie man es sich wünscht, aber trotzdem bin ich dankbar und sehr stolz, hier gespielt zu haben. Alles, was in den letzten zwei Jahren hier passiert ist, wird in meinem Herzen und meiner Erinnerung für immer bleiben.“

Enis Hajri wandte sich per Videogruß an die Fans. „Ich werde nächstes Jahr hier nicht mehr spielen, was mich sehr traurig macht“, sagt der 36-Jährige. „Duisburg ist meine Stadt geworden. Ich hatte hier fünf fantastische Jahre mit Höhen und Tiefen.“ Die Entscheidung, den Vertrag mit dem Deutsch-Tunesier nicht zu verlängern, sorgt bei vielen Fans für Verärgerung. Hajri zählte zu den wenigen Spielern, die den Abstiegskampf mit Einsatz und Körpersprache angenommen hatten.

Auch der Koreaner Young-jae Seo sagte Tschüss. Der Abwehrspieler twitterte: „Liebe MSV-Fans, danke für eure Unterstützung. Es war eine sehr schöne Zeit in Duisburg.“ Die Zeit wäre für den 23-Jährigen bestimmt noch schöner gewesen, wenn er mehr Einsätze erhalten hätte. Seo kam nur in sieben Ligaspielen zum Zug.

Mittlerweile ist auch der erste Neuzugang im Gespräch. Lukas Scepanik soll vom Regionalligisten Rot-Weiß Essen zum MSV wechseln. Der 25-Jährige ist auf der linken Außenbahn unterwegs. Scepanik stand bereits vor einem Wechsel zum Drittligisten Preußen Münster. Dieser Transfer ist aber geplatzt – offenbar auch, weil der Kontakt zum MSV Duisburg zustande kam.

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