MSC gerät immer mehr in den Abstiegsstrudel.

Volleyball : MSC enttäuscht in Bocholt auf ganzer Linie

Volleyball, 2. Liga: Die Moerser kassieren ihre dritte Niederlage in Folge. Beim 0:3 standen auch die Trainer in der Kritik.

Die Talfahrt der Volleyballer des Moerser SC in der 2. Bundesliga hält an. Nach den Niederlagen gegen den SV Lindow-Gransee und VC Mitteldeutschland, setzte es für die „Adler“ mit dem 0:3 (18:25, 22:25, 20:25) beim TuB Bocholt die dritte Pleite in Folge. Dass es ein schweres Spiel werden würde, war allen klar. Doch dass die Partie so eindeutig verlaufen würde, dann doch eher nicht. Allerdings musste der MSC ohne Vier“ auskommen. Thiemo Schnorr, Oliver Staab, Daniel Wernitz und Tom Weber fehlten. Doch allein das war kein wirklicher Grund für den schwachen Auftritt, da auch die Hausherren nicht komplett waren.

Die Partie begann schon nicht optimal für die Moerser. Über 0:3, 5:10 und 8:13 war Bocholt klar besser. Es gab immer wieder Fehler im Moerser Angriff. Nach einer kleinen Aufholjagd bis zum 12:14 und 16:18 keimte Hoffnung bei den „Adlern“ auf. Doch die verpuffte schnell, denn nach Angriffsfehlern und einem schwachen Block zog TuB auf 22:16 davon und sicherte sich mit 25:18 den ersten Satz.

Der zweite Durchgang verlief zunächst recht spannend. So war die Partie hier über ein 3:3, 5:5 sowie 8:8 recht ausgeglichen und völlig offen. Als dann Oskar Klingner zweimal in Folge blocken konnte und Jonas Hoppe seine Aufschläge durchbrachte, führt der MSC erstmals (10:8).

Doch dann wieder das gleiche Spiel: Fehler in der Annahme und im Angriff sorgten dafür, dass TuB mit 13:11 und 16:13 vorne lag. Und von da an agierten die Bocholter überlegen, führten schließlich über 18:14 und 23:20. Moers bäumte sich zwar noch einmal auf, kam durch Nick Wolschendorf auf 22:23 heran. Ein löchriger Moerser Block, gefolgt von einem fehlerhaften MSC-Angriff, und schon war der zweite Satz mit 22:25 ebenfalls weg.

Im dritten Durchgang nahm das Trainerduo Martin Schattenberg/Hendrik Rieskamp Umstellungen vor. Nick Wolschendorf spielte nun auf der Annahmeposition. Die Hauptarbeit übernahmen allerdings Lukas Schattenberg und Christian Gosmann mit einem „Zweierriegel“ in der Annahme. David Seybering spielte wieder in der Mitte, Veit Bils auf der Diagonalen.

Doch auch in dieser Formation blieb die Fehlerquote hoch. Nach 5:10, 8:11 und 12:17-Rückständen riss sich der MSC nochmals am Riemen. Wolschendorf mit sicheren Aufschlägen, David Seybering mit zwei Punkten in Folge und Jonas Hoppe sorgten dafür, dass die „Adler“ auf 17:18 herankamen. Es blieb weiter eng. Lukas Schattenberg holte das 18:19.

Eine Bocholter Netzberührung brachte das 19:20, gefolgt von einem erneuten Moerser Aufschlagfehler zum 19:21. Danach spielten die Hausherren fehlerfrei, machten mit dem 25:20 alles klar. Trotz einer großen Moerser Fangruppe mit fünf Trommeln, die das Team bestens unterstützte, fand der MSC nicht ins Spiel. Rieskamp übernahm die Verantwortung für den schwachen Auftritt seines Teams: „Es ist eine ganz unangenehme Niederlage, aber ich trage die Verantwortung dafür. Ich habe offensichtlich nicht die richtige Aufstellung gewählt. Einen Vorwurf will ich der Mannschaft nicht machen. Sie hat gekämpft. Ich will nicht abstreiten, dass auch dumme Fehler gemacht wurden. Die Bocholter haben unsere Schwächen eben gut genutzt.“

Auch Schattenberg sprach von einer verdienten Niederlage: „Bocholt hat uns über eine starke Abwehr den Schneid abgekauft. Sie hatten zwar in einigen Situationen auch das gewisse Quentchen Glück, aber ihr Sieg war verdient.“

Es spielten: Veit Bils, Christian Gosmann, Jonas Hoppe, Oskar Klingner, Lukas Schattenberg, David Seybering, Andreas Tins, Nick Wolschendorf, Trainer: Martin Schattenberg, Hendrik Rieskamp.

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