Lokalsport: MSC fühlt sich an der Ostsee pudelwohl

Lokalsport : MSC fühlt sich an der Ostsee pudelwohl

Volleyball, Zweite Bundesliga: Den Adlern gelingt ein überzeugender 3:0-Sieg beim SV Warnemünde. Jonas Hoppe wird für sein gutes Spiel ausgezeichnet und lobt insbesondere den ersten Satz, dem er das Prädikat "zauberhaft" verleiht.

Das war so deutlich im Vorfeld nicht zu erwarten: Die Volley baller des Moerser SC feierten am Samstag in Rostock einen deutlichen 3:0 (25:18, 25:20, 25:20)-Erfolg beim SV Warnemünde. Unerwartet deutlich auch deshalb, weil sich Diagonalspieler Lenard Exner im Abschlusstraining bei der letzten Aktion an den Bändern im rechten Fuß so verletzt hatte, dass er auf die Reise an die Ostsee verzichten musste. Für den zuletzt so starken Diagonalspieler wurde Youngster Chris Schäperklaus nominiert.

Die Moerser starteten furios und gingen direkt mit 4:1 in Führung. Anschließend sorgten weitere starke Blockszenen sowie die Aufschlagserie von Oskar Klingner und Daniel Wernitz dafür, dass der MSC über 10:3 auf 15:5 davonzog. Und auch in der Schlussphase des ersten Satzes blieben die Moerser überlegen. Lukas Schattenberg spielte mit viel Druck von außen, und nach kleinen Unaufmerksamkeiten gewinnen die "Adler" Satz eins mit 25:18.

Im zweiten Satz begannen die Moerser holprig. Doch nach einem 4:6-Rückstand fanden sie ins Spiel zurück und gingen erstmals mit 7:6 in Führung. Ein Klingner-Block sorgte für eine Drei-Punkte-Führung zum 10:7. Diesen Abstand konnte das Schattenberg-Team souverän verwalten. Dabei stand Moers gut in der Abwehr und spielte erfolgreich im Angriff. Über 18:14 und 21:17 gewann der MSC Satz zwei mit 25:20.

Etwas durchwachsen lief es für die Moerser zu Beginn des dritten Satzes. Nach einem 2:4-Rückstand drehte Moers die Partie in ein 6:4. Doch dann lagen die "Adler" wieder mit 6:8 zurück. Nach dem 9:9 sorgte Lukas Schattenberg für die 10:9-Führung. Das Spiel blieb eng, doch der MSC gab den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Nach dem 19:16 wurde es zwar noch einmal knapp, weil Warnemünde auf 19:20 herankam. Bei 21:19 kam Andreas Tins zum Aufschlag, servierte zweimal mit Wirkung und sorgte für das 23:19. Punkt 24 lieferte Warnemünde mit einem Aufschlagfehler, und Daniel Wernitz "staubte" konsequent und hart zum letzten Punkt ab.

Jonas Hoppe erhielt nach der Partie die MVP-Prämie, die durchaus für ihn verdient war. Schließlich zeigte Hoppe sehr gute Standardsituationen, spielte sehr aufmerksam und rettete viele Bälle.

MSC-Coach Martin Schattenberg: "Es war wie erwartet ein schwieriges Spiel. Aber wir haben unsere Chancen gut genutzt, haben sehr fokussiert angefangen und damit unsere Dominanz direkt von Beginn an gezeigt." Jonas Hoppe: "Ich bin froh, dass wir das hier "zu Null" geschafft haben. Der erste Satz war unglaublich. Da hat unsere Mitte wirklich gezaubert. Später habe ich mich schon etwas geärgert, weil einige Fehler unnötig waren."

(RP)
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