Lokalsport: MSC befindet sich auf der Zielgeraden

Lokalsport : MSC befindet sich auf der Zielgeraden

Volleyball: Der Zweitligist aus Moers spielt am Samstag beim USC Braunschweig. Zwei Wochen später steht die letzte Heimpartie auf dem Plan. Obwohl der MSC als leichter Favorit antritt, muss er auf wichtige Akteure verzichten.

Die Volleyballer des Zweitligisten Moerser SC sind auf die Zielgerade eingebogen. Nur noch zwei Spiele, dann ist diese Saison schon wieder Geschichte für die "Adler." Am Samstag um 19.30 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Martin Schattenberg zum letzten Auswärtsspiel beim USC Braunschweig an. Zwei Wochen später folgt dann der Saisonhöhepunkt gegen den VV Humann Essen im Enni-Sportpark. Gegen den USC Braunschweig geht es weniger um einen Platz in der Tabelle, als um die sportliche Ehre.

Der MSC befindet sich kurz vor Saisonschluss auf einem gesicherten Platz in der Mitte, die Braunschweiger haben ihr Saisonziel Klassenerhalt aus eigenen Kräften bereits erreicht. In der vergangenen Spielzeit waren sie sportlich abgestiegen, durften aber in der Bundesliga Nord bleiben, weil die Sportfreunde Aligse damals auf diese Spielklasse verzichtet hatten.

In dieser Saison haben die Braunschweiger aufgrund einer verbesserten Einsatzbereitschaft in der Abwehr schnell den Absprung von der unteren Tabellenregion geschafft und sind nun mit Platz acht auf der sicheren Seite.

In der Hinrunde verbuchte der Moerser SC einen klaren 3:1-Sieg gegen Braunschweig. Damals war das Team aber noch komplett. Lukas Schattenberg wurde wertvollster Spieler, auf der Diagonalen machte Lenard Exner reihenweise Punkte. Zudem sicherte Oskar Klingner die Moerser Mitte. Doch derzeit sind die "Adler" weiter personell gehandicapt: Oskar Klingner und Henning Hogenacker sind nicht einsatzbereit.

Große Sorgen macht sich Trainer Martin Schattenberg deshalb allerdings nicht. Obwohl der MSC von den drei jüngsten Spielen zwei verloren hat, konnte er mit einer Reihe von starken Phasen zeigen, wozu er fähig ist. Das Team befindet sich gegenwärtig auf Platz sechs der Tabelle, ein wenig Luft nach oben ist allerdings noch vorhanden.

Lange Zeit hatte Schattenberg insgeheim mit einem Aufstiegsplatz und auch der Relegation geliebäugelt. Zeitweise war der Kontakt nach oben mit nur drei Punkten Abstand auch recht eng. Zumal da schon früh deutlich wurde, dass mit dem VC Olympia Berlin und dem Aufstiegskandidaten CV Mitteldeutschland, der nun offiziell auf den Aufstieg verzichtet, zwei Clubs aus dem Aufstiegsrennen ausscheiden würden. Doch die Verletztenmisere sorgte dafür, dass der MSC wichtige Punkte verspielte. Jetzt ist Giesen Aufstiegskandidat Nummer eins. Auch Essen kann es noch packen.

So wird es am Samstag in der Tunica-Sporthalle wohl weniger um eine verbissene Auseinandersetzung um wichtige Tabellenpositionen gehen, sondern mehr um die Psychologie.

Braunschweig verabschiedet sich vom Heimpublikum und möchte das sicher mit einem positiven Ausstand bewerkstelligen. Der MSC reist mit leichter Überlegenheit an und muss nachweisen, ob er diese auch konsequent ohne Druck auf das Parkett bringen kann.

(RP)