Moerser SC muss beim TV Baden punkten

Volleyball in Moers : Moerser SC muss beim TV Baden punkten

Der Volleyball-Zweitligist tritt beim Drittletzten an und will endlich Konstanz zeigen.

Was nützt es, wenn der schönste „Auswärtsfluch“ endlich überwunden wird, danach die Spiele aber auf heimischen Parkett verloren gehen. Der Volleyball-Zweitligist Moerser SC hat jedenfalls genau das erlebt. Erfolge beim USC Braunschweig und dem VC Bitterfeld-Wolfen kassierte die Mannschaft um das Trainergespann Martin Schattenberg und Hendrik Rieskamp am vergangenen Wochenende eine 2:3-Heimniederlage gegen den SV Warnemünde. Und damit auch einen mächtigen Schuss vor den Bug in Sachen Aufstiegskampf.

Tabellenplatz eins würde die Rückkehr ins deutsche Volleyball-Oberhaus ganz sicher machen. Aber von dort oben grüßt nach wie vor der CV Mitteldeutschland die Moerser „Adler“. Die allerdings erst auf dem vierten Rang. Dazwischen haben sich nun wieder die punktgleichen SV Lindow-Gransee und eben der SV Warnemünde mit jeweils 20 Zählern gedrängelt.

Der Moerser SC liegt ein Pünktchen dahinter, muss am Sonntag, 16 Uhr, beim TV Baden antreten, der als Drittletzter einen Platz vom direkten Abstiegsrang entfernt ist.

Der Gastgeber hat bislang zehn recht unspektakuläre Punkte auf der Habenseite – einen aus Bocholt, ansonsten geholt gegen die beiden Kellerkinder Delbrück, Braunschweig und bei den Essenern, die sich allem Anschein nach bereits aufgegeben haben.

Doch den Gefallen wird der TV Baden, nahe Bremen, den Moersern nicht tun. Für die Gastgeber zählt jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Braunschweig empfängt Mitteldeutschland und Delbrück den Tabellenzweiten Lindow-Gransee. Da könnte der TV Baden sich gegen den Moerser SC etwas Luft verschaffen.

Immerhin wird sich der TVB in seiner Lahhof-Halle nicht auf den Rücken legen und warten, was kommt. Vor zwei Spielzeiten hat der MSC in der 3. Liga einen knappen 3:2 Auswärtssieg mit einem entscheidenden 20:18 Tiebreak geholt. Der Auswärtsschwäche, die der MSC bei sich ausgemacht hat, tritt der TV Baden mit einer gewissen Heimstärke entgegen. Soll heißen: Es könnte knapp werden.

Der MSC-Tross wird am späten Sonntagvormittag mit zwei Kleinbussen zum Auswärtsspiel aufbrechen und plant, topfit dem Gegner Paroli bieten zu können. Sonst ist es Essig mit dem Aufstieg.