Moerser Renee Oymann fechtet sich an die Spitze

Fechten in Moers : Renee Oymann fechtet sich an die Spitze

Das Nachwuchstalent beeindruckte in Tauberbischofsheim. Nils Fabinger aber bangt um EM und WM.

Nils Fabinger hatte einen Durchhänger. Der momentan beste Florett-Nachwuchsfechter vom Fechtclub Moers war als Führender der deutschen U17-Rangliste beim Internationalen Händel-Cup in Halle an der Saale bei den A-Jugendlichen gestartet. Dort ging es unter anderem um Ranglistenpunkte, die über die Teilnahme an der kommenden Europa- und Weltmeisterschaft entscheiden können. „Wir befinden uns in der heißen Phase der EM- und WM- Nominierungen“, so FCM-Trainer Matthias Block. „Da kann jeder Ausrutscher besonders weh tun.“ Er spricht damit die vier Plätze für das deutsche Team bei der EM und die drei bei der WM an. so der Moerser Erfolgstrainer vor dem Turnier. Insgesamt gibt es 4 Plätze für die EM und 3 Plätze für die WM für die Deutschen Fechter.

Nachdem Fabinger beim Händel-Cup als 37. früh die Segel streichen musste, seine Konkurrenten aber allesamt deutlich besser abschnitten, ist der Moerser nun als Fünfter der aktuellen Rangliste erst einmal draußen. Dabei fing in Halle an der Saale alles prima an. Eine fehlerfreien Vorrunde bescherte Fabinger in der ersten K.-o.-Runde ein Freilos, gefolgt von einem 15:5-Sieg gegen den Engländer Lachlan Jarvie. Dessen Landsmann William Lonsdale war Fabingers nächster Gegner und beim 9:15 gleichzeitig Endstation. „Das war heute leider zu wenig für Nils“, so Trainer Block.

 Am Freitag 11. Januar der Coupe du Danube in Bratislava und am 9. Februar werden dann in Stuttgart bei der Adolf Ermler Plakette die letzten Fahrkarten zur EM und WM verteilt. Block setzt nun darauf, „den Frust abzulegen“, und dann neu anzugreifen. Bei einem derzeitigen Rückstand von einem Punkt auf Rang vier und sechs Punkten auf Rang drei ist Für Nils Fabinger weiterhin alles drin.

Ganz anders erging es Renee Oymann. Sie machte einen gehörigen Sprung nach oben. Mit Eva Engler, Nicole Hartfelder, Emily Klockhaus, Celine Pachmann, Viviana Polotzek, Merle Ruers und Amelie Wetzling mischte sie nicht nur beim Goldenen Florett im Bundesleistungszentrum beim FC Tauberbischofsheim an der Tauber mit, sondern gleichzeitig die Konkurrenz mächtig auf. Während die jungen Fechterinnen Eva Engler, Nicole Hartfelder, Viviana Polotzek und Amelie Wetzling Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln sollten, waren Emily Klockhaus, Celine Pachmann, Merle Ruers und Renee Oymann für den Kampf um Medaillen und Ranglistenpunkte vorgesehen.

Dennoch kam trotz zum Teil toller Leistung für Eva Engler, Amelie Wetzling und Nicole Hartfelder nach der Vorrunde das erwartete Aus. Allerdings auch für Celine Pachmann und Emily Klockhaus. „Beide haben in den vergangenen Tagen gut trainiert, das müssen wir im Nachgang analysieren“, war Trainer Matthias Neuhaus überrascht. Es griff Plan B. Neben Merle Ruers komplettierten mit Renee Oymann und Viviana Polotzek zwei der jüngsten Fechterinnen ein Moerser Trio in der Hauptrunde. Alle drei mit einem Freilos fürs erste K.-o.-Gefecht.

In der Runde der letzten 128 Fechterinnen schlugen Viviana Polotzek mit 15:7 die Polin Alicja Kisielewska und Renee Oymann mit 15:14 die Berlinerin Lucy Ammer. Merle Ruers unterlag der Russin Ekaterina Tcebro. Viviane Polotzek wurde schließlich 62..

Renee Oymann machte weiter: 15:9 gegen die Französin Guillemette Calmus, 15:5 gegen die Dänin Marie Poulsen-Winterberg und 15:14 im Achtelfinale gegen die Ranglisten-Konkurrentin Jennifer Balle aus Halle/Saale. Im Viertelfinale traf die Moerserin auf die spätere Turnierzweite Miriam Schreiber vom GFK Göteborg aus Schweden und unterlag mit 6:15. Doch die Freude über Platz acht im Endklassement konnte ihr dadurch nicht genommen werden – schon gar nicht der Jubel auf den Aufstieg auf Platz drei in der deutschen Nominierungsrangliste.

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