Moerser Athleten starten bei der Mehrkampf-DM in Wesel

Leichtathletik : Moerser Athleten starten bei der Mehrkampf-DM in Wesel

Dennis Hannig (VfL Repelen) und Julian Kambartel (Moerser TV) werden sich von Freitag bis Sonntag der nationalen Konkurrenz stellen.

Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin sind gerade erst zu Ende gegangen. Derzeit kämpfen noch die Para-Athleten um EM-Medaillen. Aber auch auf nationaler Ebene haben Leichtathleten in diesen Tagen Chancen, sich Edelmetall zu sichern.

Ab Freitag, 24. August, stehen im Weseler Auestadion die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften auf dem Programm, die bis Sonntag andauern. Eventuell gibt es sogar Medaillen oder persönliche Bestleistungen für die hiesigen Sportler. So hat sich der Moerser U 20-Zehnkämpfer Dennis Hannig vom VfL Repelen für den nationalen Titelkampf qualifiziert. Der 18-Jährige bringt eine Saisonbestleistung von 6659 Punkten mit in die Kreisstadt und würde gerne im Konzert der Großen mitmischen. Dass er das auch kann, hat Hannig bereits in der Vergangenheit gezeigt – auch in Einzeldisziplinen. Ob es am Ende für eine Medaille reichen wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Julian Kambartel ist beim Neunkampf dabei. Foto: Wolfgang Birkenstock

Die Konkurrenz bilden die besten U 20-Zehnkämpfer Deutschlands – zu denen allerdings Dennis Hannig ebenfalls gehört. Sicher ist jetzt schon, dass der Moerser Leichtathlet zwei Sahnetage benötigt, um in den Kampf um Medaillen eingreifen zu können.

Im Zehnkampf stehen am ersten Tag der 100-Meter-Lauf, der Weitsprung, das Kugelstoßen, der Hochsprung und der 400-Meter-Lauf auf dem Programm. Der zweite Tag startet mit dem 110-Meter-Hürdensprint, geht weiter mit dem Diskuswurf, dem Stabhochsprung, Speerwurf und dem abschießenden Lauf über 1500 Meter. Vom Moerser TV steigt außerdem noch Julian Kambartel bei den M 14-Junioren in den Neunkampf ein. 4483 Punkte sind seine Saisonbestleistung. Und genau wie Dennis Hannig ist der 14-Jährige bei der einen oder anderen Einzeldisziplin immer für eine Überraschung gut. Wobei die Top-Athleten insgesamt mit etwa 4900 Punkten schon eine gewisse Distanz haben. Kambartel hat aber auch eine Disziplin weniger zur Verfügung, um Punkte aufholen zu können.

Beim Neunkampf wird auf die Stadionrunde über 400 Meter verzichtet, der 1500-Meter-Lauf ist „nur“ einen Kilometer und der 110-Meter-Hürdenlauf nur 80 Meter lang. Ansonsten sind es die gleichen, technisch anspruchsvollen Disziplinen – auch wenn Diskus, Kugel und Speer etwas leichter sind. So sind die Chancen auf einen vorderen Platz kaum vorhanden, zumal in diesem Jahr 27 Teilnehmer gemeldet haben. Lediglich 15 waren es 2017. „Es wurde in diesem Jahr aus irgendwelchen Gründen auf die deutschen Blockwettkämpfe verzichtet“, sagt Sabine Kambartel, Julians Mutter, Trainerin beim Moerser TV und zudem in der Leichtathletik-Abteilung aktiv.

Lea Halmans vom SV Sonsbeck wird im Siebenkampf an den Start gehen. Franziska Schuster und Anna-Lena Berninger vom TuS Xanten sind ebenfalls in ihren jeweiligen Altersklassen dabei.

(zak)