Moers: SVS mit Selbstbewusstein zum Derby

Fußball in Moers : SVS mit Selbstbewusstein zum Derby

In der Fußball-Landesliga empfängt der GSV Moers den SV Scherpenberg zum Lokalduell.

Von enormer Bedeutung ist das Stadtderby in der Fußball-Landesliga zwischen dem GSV Moers (13. Platz, 33:44 Tore, 24 Punkte) und dem SV Scherpenberg (12., 33:45, 27). Denn am Sonntag ab 15.30 Uhr geht es nicht nur ums Prestige, sondern zwischen den Tabellennachbarn auch um ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf und das jeweils gegen einen direkten Konkurrenten.

„Die Gesamtsituation ist im Moment alles andere als zufriedenstellend“, hadert GSV-Trainer Thorsten Schikofsky vor dem Derby. Neben der sehr schwierigen sportlichen Situationen macht ihm vor allem die angespannte Personallage zu schaffen.

„Die Aufstellung wird wieder komplett anders aussehen als gegen Königshardt“, so Schikofsky, und weiter: „Wir bekommen im Moment einfach keine Ruhe rein, da wir mit Verletzungen und berufsbedingten Ausfällen zu kämpfen haben.“

So werden gegen Scherpenberg mit Andreas Isailovic, Kevin Reiser, Fabian Hastedt, Kilian Falk, Michael Schuster, Can Yasar, Meik Bodden und Marcel Haeger gleich acht Spieler ausfallen. Und noch etwas stört den Moerser Trainer: „Des Weiteren fehlt mir bei einigen Spielern die Einstellung zur jetzigen Situation, um im Abstiegskampf mit vollem Einsatz zu bestehen.“

Das Derby gegen Scherpenberg „kommt eventuell genau zur richtigen Zeit“, hofft Schikofsky, denn: „Am Sonntag muss ich bestimmt keinen Spieler motivieren, um in diesem Spiel alles zu geben.“ Allerdings sieht er seine Mannschaft als Underdog: „Aufgrund der individuellen Klasse sehe ich Scherpenberg ganz klar in der Favoritenrolle. Ich hoffe, die Jungs können mich am Sonntag mit einer überzeugenden Leistung überraschen.“

Positiv ist die Stimmungslage dagegen auf Scherpenberger Seite. „Wir freuen uns auf das Stadtderby und dass wir nicht so weit fahren müssen“, sagt Trainer Timo Barbeln. Vor allem aber haben die Scherpenberger drei der bisherigen vier Spiele in diesem Jahr gewonnen und der Trainer beobachtet: „Die Jungs haben im Moment eine richtig breite Brust.“

Das kommt gerade recht, denn in vier der nächsten fünf Spielen geht es für den SVS gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. „Das sind ganz wichtige Wochen und wollen da möglichst viele Punkte holen“, betont Trainer Barbeln.

Auch er hat mit Ahmed Annachat, Lucas Borstelmann und Emre Terzi mindestens drei Ausfälle zu verschmerzen. Und auch Nico Frömmgen und El Houcine Bougjdi sind noch fraglich.

Zum Spiel sagt Barbeln: „Ich glaube der Druck ist beim GSV größer. Wir sind spielerisch die bessere Mannschaft. Aber wir wissen auch, dass der GSV über den Kampf und die mannschaftliche Geschlossenheit kommt.“