Moers: Nils Fabinger trotz Sieg nicht bei EM dabei

Fechten in Moers : Nils Fabinger trotz Sieg nicht bei EM dabei

Das U17-Florett-Talent vom FC Moers holte in Stuttgart die Adolf-Ermler-Plakette nach einem tollen Finale.

Noch einmal national die Klingen kreuzen, bevor es zur U20-Europameisterschaft ins italienische Foggia gegen die internationale Top-Konkurrenz geht. Nils Fabinger, U17-Florett-Talent vom Fechtclub Moers, nutzte in Stuttgart den Wettbewerb um die Adolf-Ermler-Plakette nicht nur als Test. Immerhin konnte er das Turnier am Ende für sich entscheiden. Und dabei besiegte er im Viertelfinale mit Laurenz Rieger (15:14) aus Weinheim und im Halbfinale mit David Liebscher (15:7) vom Bonner Bundesleistungsstützpunkt zwei U17-Fechter, die ihm in den beiden Qualifikationsturnieren zuvor die Fahrkarte zur U17-EM abgeluchst hatten. Eine gelungene Revanche, die allerdings kein nachträgliches EM-Ticket für seine Altersklasse bedeutet.

Fabinger hatte sich aber nicht alleine von Moers aus in die Schwabenmetropole aufgemacht. Seine Vereinskameraden Emmanuel Hagene, Nick Emde-Marbach, Alexander Hilbrandt, Maximilian Jobst und Simon Polotzek mischten bei dem mit mehr als 140 hochkarätigen Fechtern aus ganz Deutschland besetzten Wettbewerb mit.

„Wir wollen an diesem Wochenende auch unseren jüngeren Fechtern die Gelegenheit geben an einem großen Turnier teilzunehmen“, sagte FCM-Trainer Matthias Neuhaus. Nick Emde-Marbach als 119. und Emmanuel Hagene als 128. mussten sich nach einem Sieg aufgrund des schlechteren Trefferindexes nach der Vorrunde verabschieden. Die restlichen Moerser standen in der K.-o.-Runde, Fabinger nach fehlerfreiem Auftritt mit einem Freilos – genau wie Polotzek auch nach einer tollen Vorrunde.

Alexander Hilbrandt sah sich in seinem ersten K.-o.-Gefecht dem zwei Jahre älteren Richard Spielmann vom Fechtcentrum Halle gegenüber und musste sich am Ende als 81. geschlagen geben. Maximilian Jobst wurde 74., unterlag im Niederrhein-Duell dem Klever Jorge Thönnes. „Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Es fehlt halt noch etwas die Nervenstärke, aber die kann man von den Jungs jetzt auch noch nicht erwarten“, zeigte sich Matthias Neuhaus zufrieden.

Fabinger und Polotzek waren die letzten Moerser, die mehr reißen konnten. Polotzek zog nach 15:11 über Justus Faber aus Siegen in die Runde der besten 32 Fechter ein. Dort unterlag er dann Paul-Luca Faul aus Tauberbischofsheim und landete auf dem 20. Platz.

Fabinger stand über 15:6 gegen Henri Ask aus München und 15:9 gegen Benedikt See aus Tauberbischofsheim im Achtelfinale Polotzek-Bezwinger Faul gegenüber. Der Moerser setzte sich nach großartigem Kampf mit 15:11 durch. Der Rest auf dem Weg ins Finale ist Geschichte. Dort wartete Niklas Holland aus Kanada, der am Bundesleistungsstützpunkt in Bonn trainiert. Am Ende eines erstklassigen Finalgefechts hatte Fabinger mit 15:13 die Nase vorne.

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