Moers: Familie Ritte sammelt weiter Titel

Leichtathletik : Familie Ritte sammelt weiter Titel

Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten in Mönchengladbach traten am Wochenende auch einige Oldies der Region an. Wolfgang Ritte war abermals erfolgreich.

Erstaunliche Leistungen haben die Teilnehmer der Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften am Wochenende gezeigt. Auch einige Oldies aus Moers und Umgebung ließen sich die Titelkämpfe in Mönchengladbach nicht entgehen. Rund 1300 Athleten aus mehr als 600 Vereine nahmen teil.

Thomas Schroers vom VfL Repelen ging im Diskuswurf in seiner Altersklasse M 50 an den Start. Das Ticket hatte er im März bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften in Erfurt gelöst. 38,50 Meter weit hatte er die Scheibe in Erfurt geworfen. Nach Mönchengladbach hätte der 51-jährige Moerser die knapp 50 Kilometer beinahe auch mit dem Fahrrad bewältigen können. Am Ende stand er jedenfalls mit zwölf weiteren Teilnehmern im Vorkampf beim Diskuswerfen mit der 1,5 Kilogramm schweren Scheibe. Drei Versuche blieben ihm, um unter die besten Acht zu kommen. Denn nur diese bekamen im finalen Durchgang drei weitere Versuche.

Thomas Schroers begann verhalten, kam mit dem ersten Versuch auf 38,87 Meter und hatte danach zwei ungültige Würfe. Am Ende reichte der erste Wurf knapp für den Finaleinzug. Dort haute der Repelener aber noch einmal einen raus. Den 42,20 Meter im vierten Versuch ließ er seine neue Saisonbestleistung von 42,62 Meter folgen. Das bedeutete im Endergebnis Platz sechs für den Moerser.

Helmut Maryniak aus Passau, der schon in Erfurt den Titel sichern konnte, hatte mit 55,51 Metern schon mehr als acht Meter Vorsprung vor dem zweitplatzierten Jens Kaden (47,09), von dem Schroers dann doch aber nicht allzu weit entfernt war.

Quasi einen Familienausflug nach Mönchengladbach machte auch Familie Ritte. Ute, Christina, Wolfgang, Thomas und Timo Ritte hatten sich für die Senioren-Titelkämpfe qualifiziert, wobei Thomas Ritte nicht antreten konnte. Das hinderten Ute (W 65) mit 2,50  Metern, Christina (W 35) mit 3,00  Metern und Wolfgang Ritte (M 65) mit 3,80  Metern nicht daran, den Stabhochsprung in ihren jeweiligen Altersklassen klar zu gewinnen.

Der 65-jährige Wolfgang Ritte hatte bereits in diesem Jahr den Seniorenweltrekord des US-Amerikaners John Altendorf von 3,89 Meter auf nun 4,05 Meter verbessert. In Mönchengladbach nahm er nach einem Fehlversuch über 3,60 Meter die 3,80 Meter im ersten Versuch und verwies damit Heinz Baseda aus Harburg und Mathias Hörmann aus Troisdorf mit satten 1,10 Metern Vorsprung auf die weiteren Plätze. Timo Ritte (M 35) wurde mit 3,50 Metern Vierter.

Doch Ute und Wolfgang Ritte waren noch nicht fertig. Die 66-jährige Ute Ritte holte im Weitsprung mit 3,89 Metern noch den Vizetitel. Drei Zentimeter fehlten zum Sieg. Vizetitel holte Wolfgang Ritte dann auch noch gleich zweimal. Er sprang 5,05 Meter weit und lief die 100 Meter Hürden in 16,52 Sekunden. Doch in beiden Disziplinen war Klemens Grißmer aus Hessen besser und sicherte sich den Titel.

(zak)
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