Moers: Bronze für das Adolfinum im Beachvolleyball

Beachvolleyball: Gymnasium Adolfinum gewinnt Bronze

Bei der Landesmeisterschaft der Schulen in Marl erreicht das Team aus Moers den dritten Platz. Trainer und Sportlehrer Martin Schattenberg ist nicht unzufrieden. Er spricht von einer aufsteigenden Tendenz.

Knallharte Konkurrenz gab es für das Gymnasium Adolfinum aus Moers bei der Landesmeisterschaft der Schulen im Beachvolleyball. Das große Ziel, das „Finalturnier Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin, wurde nicht erreicht – dies war nur dem Turniersieger vergönnt. Dabei hatte Coach Martin Schattenberg nicht nur den frischgebackenen Landesmeister Veit Bils im Team, sondern mit Moritz Liebisch und Clemens Spoo auch erfahrene Beachvolleyballer. Auch Amelie Löhndorf als erfahrene Ligaspielerin war im Team.

Allerdings gelten bei den Landesmeisterschaften andere Regeln als im offenen Ligabetrieb. Hier muss man als Schulmannschaft auftreten. Jede Schule bietet eine Jungen-Mannschaft, ein Mädchenteam und ein Mixed-Aufgebot. Jede Mannschaft erhält für einen Sieg einen Punkt. Gewinnt also im direkten Vergleich mit einer anderen Schule jede Mannschaft, so erhält man mit drei Siegen drei Punkte. Verliert ein Team eine Partie gibt es nur 2:1-Punkte.

In der Vorrunde schlug sich das Adolfinum-Team bravourös. Im Viertelfinale gegen das Luise-von-Duisberg-Gymnasium aus Kempen konnten die Moerser noch mit 2:1 gewinnen, nachdem man gegen dieses Team in der Qualifikationsrunde knapp verloren hatte. Überlegenheit präsentierte die Mannschaft vor allem im Bereich Aufschlag.

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Im Halbfinale gegen das Bessel-Gymnasium aus Minden waren die Moerser dann aber ziemlich deutlich mit 1:2 unterlegen. Das ganz junge Mädchenteam (im Verein noch U16) hatten gegen die Mindenerinnen nur wenig Chancen, vor allem in der Annahme gab es Probleme. Auch im Mixed-Team scheiterten Löhndorf/Liebisch. Minden nutzte die Annahmeschwäche aus und punktete mit wuchtigen Aufschlägen. Schon kurz nach Spielbeginn wurde die Entwicklung auf den beiden nebeneinander liegenden Feldern deutlich: Bils/Spoo lagen souverän mit 9-6 in Führung, Löhndorf/Liebisch mit 6-9 hinten. Im weiteren Spielverlauf wurde diese Tendenz bestätigt.

Das Halbfinale war geprägt durch teilweise spektakuläre Ballwechsel. Der frisch gebackene U17-Landesmeister Veit Bils agierte wie gewohnt, aber auch sein Partner Clemens Spoo hatte vor allem in der Abwehr spektakulären Aktionen. Auch im Angriff war er ungemein effektiv. Trainer Schattenberg war begeistert. Die Leistung des Mixed-Teams um Amelie Löhndorf und Moritz Liebisch nahm der Sportlehrer eher nüchtern auf: „Beide konnten im Halbfinale nur phasenweise mithalten und haben am Ende zu viele direkte Fehler gemacht“, sagte er.

Das Mädchen-Team des Moerser Gymnasiums war chancenlos, da sich Kendra Weyers auch noch verletzt hatte. Mit der 1:2-Niederlage gegen Minden sprang für das Adolfinum-Team nur noch Platz drei heraus. Trainer Schattenberg war aber nicht unzufrieden: „Wir haben insgesamt eine aufsteigende Tendenz gesehen. Von Platz sieben auf Platz fünf im vergangenen Jahr und jetzt auf Rang drei. Im kommenden Jahr ist noch mehr drin, wenn wir unsere Schwachstellen gezielt beseitigen.“ Turniersieger wurde das Marien-Gymnasium Bocholt, das im Halbfinale das Humann-Gymnasium aus Essen ausgeschaltet hatte. Das Adolfinum-Team war die beste Mannschaft der drei Vertreter aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf.

(RP)