Moers: Brisantes Derby im Abstiegskampf

Fußball in Moers : Brisantes Derby im Abstiegskampf

Fichte Lintfort und GSV Moers sind am Sonntag in der Landesliga zum Siegen verdammt.

Viel steht am Sonntag ab 15.15 Uhr beim Derby der Fußball-Landesliga auf dem Spiel. Dort stehen sich Fichte Lintfort und der GSV Moers gegenüber. Die Tabellennachbarn haben jeweils drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze bei noch zwei verbleibenden Partien. In einem sind sich beide Trainer einig. Sie würden lieber unter sportlich weniger brisanten Umständen aufeinander treffen.

Fichte-Trainer Sven Schützek will seine Erfolgsgeschichte in LIntfort fortschreiben. Foto: Herold

„Ich glaube, beide Mannschaften wären lieber jetzt schon gesichert – und beide hatten in den vergangenen Wochen ja die Chance dazu“, betont Fichte-Trainer Sven Schützek. GSV-Kollege Thorsten Schikofsky findet auch: „Beide Seiten hätten dieses Spiel wohl gerne unter anderen Voraussetzungen gespielt. Ich glaube auch, dass dies für beide Seiten mehr als möglich gewesen wäre.“ Nun ist es anders gekommen, was der Partie am morgigen Sonntag eine enorme Brisanz verleiht.

Fichte hatte einst eine gute Ausgangslage, bevor es in die Schlussphase der Saison ging. Doch nach vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen müssen die Lintforter nun eben doch zittern. Der GSV war, als Fichte nachließ, am stärksten und hatte sich mit einem Zwischenspurt bereits von den Abstiegsrängen abgesetzt. Doch nach zuletzt drei Niederlagen ist das Polster geschmolzen.

Die Ausgangslage ist also für beide Mannschaften gleich. Und auch die Form war zuletzt ähnlich, nämlich nicht optimal. „In dem Spiel kann alles passieren“, meint daher auch Trainer Sven Schützek. In jedem Fall rechnet er mit einer ganz engen Angelegenheit: „Ich denke, die Tagesform entscheidet.“

Mit Blick auf seine Mannschaft erklärt er: „Bei uns muss die Chancenverwertung besser werden. Die Leistungen waren ja in Ordnung. Wir generieren auch Chancen, aber wir nutzen sie nicht.“

Verzichten muss Schützek definitiv auf Nicola Serra. Dessen muskuläre Verletzung vom 0:5 in Sterkrade stellte sich als Muskelfaserriss raus. Die Saison ist somit für ihn beendet. Fraglich ist noch der Einsatz von Timo Friede, Florian Witte und Shawn Rume, die allesamt angeschlagen sind. Trainer Schützek sagt: „Unsere Physios geben alles.“

Beim GSV sind die langzeitverletzten Fabian Hastedt, Marcel Haeger und Christian Zeiler nicht dabei. Fraglich sind die angeschlagenen Andreas Isailovic und Luis Gizinski. „Das zieht sich die ganze Saison durch, dass da immer auch Leistungsträger gefehlt haben, was auch so eine Parallele zu Fichte ist“, so Thorsten Schikofsky: „In diesem Spiel geht es um den kämpferischen Einsatz. Da ist mir nicht bange wegen der Personalsituation.“

Mit Blick auf die Tabelle sagt Schikofsky: „Wir müssen uns jetzt der Situation stellen und gucken, dass wir das Bestmögliche aus den beiden verbleibenden Spielen herausholen.“ Das bedeutet konkret: „Wir müssen schauen, dass eben das Schlimmste nicht passiert. Das wäre eine Niederlage. Ein Punkt wäre erstmal auch noch in Ordnung. Dann hätten wir im letzten Spiel die Möglichkeit, alles zu entscheiden.“

Auch Schikofsky meint wie sein Kollege: „Ich glaube wir werden uns da auf Augenhöhe begegnen.“ Letztlich formuliert er aber: „Wir haben allen Grund, mit Selbstvertrauen reinzugehen. Da muss ich die Jungs in die Pflicht nehmen, auch alles reinzulegen.“

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