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Reitsport: Mit dem Haflinger Winston auf den dritten Platz geritten

Reitsport : Mit dem Haflinger Winston auf den dritten Platz geritten

Für Katrin Tendick vom RV Neukirchen hat sich die weite Reise ins bayrische Gunzenhausen gelohnt.

So richtig trauen wollte Katrin Tendick dem Braten noch nicht, als sie sich Mitte Mai von den Internationalen Haflinger Meisterschaften im bayrischen Gunzenhausen auf den Heimweg nach Neukirchen-Vluyn machte. Wegen der weiten Heimreise konnte sie die Siegerehrung nicht mehr abwarten, um den Lohn für einen dritten Platz in der Dressurreiterprüfung Klasse L entgegenzunehmen. Als vergangene Woche die Auszeichnungen endlich per Post ins Haus flatterten, konnte sich die 24-Jährige vom RV Neukirchen sicher sein, dass sie den größten Erfolg ihrer Reitkarriere unter Dach und Fach gebracht hat.

"So weit bin ich vorher noch nie zu einem Turnier gefahren", sagt Tendick. Zuvor hatte sie nur an Wettkämpfen in leichter erreichbarer Umgebung teilgenommen und sich dabei leidlich erfolgreich mit Reitern auf anderen Pferderassen gemessen. Schließlich können Haflinger ihre Stärken normalerweise besser im Fahrsport und beim Westernreiten unter Beweis stellen. Doch zusammen mit ihrer Trainerin Cornelia Reichel hat Katrin Tendick ihren elfjährigen Winston auch in der Dressur auf ein beachtliches Niveau geführt. Vorigen Winter gelang sogar das silberne Reitabzeichen, was gleichzeitig die Qualifikation für die Internationalen Haflinger Meisterschaften war.

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Gegen die starke Konkurrenz, die teils unter professionellen Bedingungen trainiert und mit vier bis fünf Pferden anreiste, behauptete sich die Neukirchen-Vluynerin überraschend gut. Zumal sie zum ersten Mal im großen Dressurviereck an den Start ging. "Wir haben uns im Vorfeld überhaupt nichts ausgerechnet", gesteht Tendick. Doch es kam ganz anders. In der Dressurprüfung Klasse L** Kandarre wurde sie mit der Wertnote 7,0 Sechste, in der Dressurreiterprüfung Klasse L holte sich die 24-Jährige den dritten Platz. Der würde sogar dazu berechtigen, im kommenden Jahr an der Europameisterschaften in Mailand teilzunehmen. Doch das kommt für Katrin Tendick nicht infrage, die Strapazen will sie ihrem Winston nicht antun - diese Reise wäre dann doch zu weit.

(ben-)