Mike Rockenfeller freut sich auf die DTM Zandvoort

Motorsport : Rockenfeller freut sich auf Zandvoort

Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der in der Kartserie des Moersers Jörg van Ommen den Grundstein für seine Karriere legte, hat gute Erinnerungen an die DTM-Strecke in Holland. Die Saison läuft für ihn und sein Team bislang enttäuschend.

Wer die Piloten der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) nach ihrer Lieblingsstrecke fragt, hört fast immer: Zandvoort! Der anspruchsvolle Dünenkurs vor den Toren der niederländischen Metropole Amsterdam ist am Wochenende Austragungsort für das fünfte von insgesamt zehn Rennwochenenden der populärsten Tourenwagenserie Europas. Auch beim Audi-Piloten Mike Rockenfeller, der in der Kartserie des Moersers Jörg van Ommen den Grundstein für seine Karriere legte, ist die Vorfreude groß.

Für Audi Sport war Zandvoort in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster, denn die Marke mit den vier Ringen kann auf dem bereits 1948 eröffneten, ehemaligen Formel-1-Kurs praktisch alle Bestmarken für sich verbuchen. Ob die Erfolgsbilanz am Wochenende ausgebaut werden kann, ist momentan aber völlig offen. Um die Entwicklungskosten der spektakulären Tourenwagen weiter zu reduzieren, wurden die technischen Möglichkeiten im Bereich der Aerodynamik deutlich beschränkt, womit besonders der Audi des Jahrgangs 2018 gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen geriet. Nach acht Läufen führt Mercedes mit 421 Punkten die Markenwertung vor BMW (313) an. Audi dagegen gelang bisher noch kein einziger Sieg und hat erst 122 Zähler sammeln können. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Fahrerwertung, wo Mike Rockenfeller, als bestplatzierter Pilot der Ingolstädter, mit 34 Punkten aktuell nur an der zehnten Position zu finden ist.

„Ich bin natürlich mit anderen Erwartungen in die Saison gestartet“, sagt der Rheinländer. „Jeder Fahrer in der DTM rechnet sich Sieg- oder vielleicht sogar Titelchancen aus. Deswegen kann ich im Moment nicht zufrieden sein.“ Jetzt geht es für „Rocky“ darum, die vergangenen Rennen so schnell wie möglich abzuhaken und nach vorne zu schauen.

Das DTM-Gastspiel in Zandvoort ist dafür der ideale Ort, denn an den anspruchsvollen Dünenkurs hat er nur die besten Erinnerungen. „2011 durfte ich nach vier Saisons mit einem Vorjahreswagen endlich in ein aktuelles Auto wechseln und habe dort bereits beim zweiten Rennen den ersten Sieg geholt. Zwei Jahre später gelang mir an gleicher Stelle schon vorzeitig der Titelgewinn und letztes Jahr habe ich in Zandvoort das Sonntagsrennen gewonnen. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe, wir können nach dem schwierigen Start in die laufende Saison nun endlich an diese Erfolge anknüpfen.“ Für reichlich Spannung dürfte auf jeden Fall gesorgt sein, denn die Rennen in Zandvoort sind stets für eine Überraschung gut. Der gesamte Kurs liegt nur einen Steinwurf vom Nordseestrand entfernt und so herrscht hier häufig ein böiger Wind, den die Fahrer in ihrem Rennwagen spüren.

Die beiden Qualifyings sind am Wochenende im Livestream auf www.ran.de zu sehen, die Rennen können im Fernsehen auf SAT.1 live verfolgt werden.

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