Fußball: Mehr Mut soll Fichte den Erfolg bringen

Fußball : Mehr Mut soll Fichte den Erfolg bringen

Aufsteiger Lintfort wartet in der Fußball-Landesliga weiter auf den ersten Saisonsieg. Morgen ist die Spielvereinigung Odenkirchen an der Franzstraße zu Gast. Ebenfalls ein Neuling in der Liga, der aber schon 13 Punkte gesammelt hat.

Krasser könnten die Gegensätze nach sieben Spieltagen kaum sein. Zwar schafften sowohl der TuS Fichte Lintfort als auch die Spvg Odenkirchen in der vergangenen Saison den viel umjubelten Aufstieg in die Fußball-Landesliga, doch vor dem morgigen Aufeinandertreffen an der Franzstraße trennen beide Mannschaften Welten. Während der Club aus dem Stadtteil Mönchengladbachs schon satte 13 Zähler auf dem Konto hat und aktuell Platz vier einnimmt, stehen die sieglosen Klosterstädter mit zwei mageren Pünktchen auf dem letzten Platz der Tabelle.

"Odenkirchen hat finanziell ganz andere Möglichkeiten als wir. Die haben viele gute Spieler und sind auch in der Breite ganz anders bestückt als wir", erklärt Fichte-Coach Hartmut Scholz. Dabei erkennt er allerdings auch an, dass Trainerfuchs Peter Schleuter bei der Spielvereinigung gute Arbeit leistet: "Wo er ist, herrscht Ruhe und wird erfolgreich Fußball gespielt." Dass sich das aktuell von seiner Mannschaft nicht behaupten lässt, dafür hat Scholz einen Hauptgrund ausgemacht. Nämlich, dass es ihm nicht gelungen ist, in den bisherigen sieben Partien eine Stammformation zu finden. Nahezu unmöglich machten das zahlreiche Verletzungen und formschwache Spieler. "So können sich keine Automatismen ergeben", ist Scholz überzeugt. Darüber hinaus hat sich nach dem Weggang von Asim Kus auch noch kein neuer Leitwolf herauskristallisiert. So mangelt es in der Defensivarbeit häufig an der Absprache, was zu vermeidbaren Gegentreffern führt. Als Gegenmittel versucht Scholz seinen Schützlingen zu vermitteln, mutiger aufzutreten. Dabei will er Anleihen an der jüngsten Auswärtspartie in Straelen nehmen. Denn auch wenn die 1:4 verloren ging, hat der Coach in der zweiten Hälfte, nachdem er auf zwei Spitzen umgestellt hatte, einen beherzteren Auftritt seines Teams gesehen: "Da waren wir nach vorne gefährlicher und nach hinten auch nicht schlechter." Deswegen soll gegen Odenkirchen neben Arjeton Krasniqi von Beginn an Stürmer Kai Köstermann in der gegnerischen Hälfte für mehr Alarm sorgen.

Mehr Stabilität in der Defensive erhofft sich Fichte durch die Rückkehr von Innenverteidiger Sebastian Balitzki. Fragezeichen stehen dagegen noch hinter den Einsätzen der Mittelfeldakteure Patrick Wafo und Danilo Gazija. Einen Wechsel gibt es im Tor, weil sich Michael Burda eine Armverletzung zuzog — eine Chance für Sascha Wicher.

(RP)
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